Sahel bleibt Hungerbrennpunkt

Ernährung

FAO erneuert Warnung für den Sahel

Die FAO hat erneut daran erinnert, dass rund elf Millionen Menschen im Sahel eine äußerst fragile Ernährungsbasis haben. Sie haben die Vorräte aufgebraucht und sind bis zur nächsten Ernte mit hohen Lebensmittelpreisen konfrontiert. In der Region südlich der Sahara muss die Weltgemeinschaft erneut den am meisten Betroffenen aushelfen.

Von den bislang angepeilten 113,1 Millionen US-Dollar sind gerade einmal 19,4 Millionen eingetroffen. Damit konnte die FAO bislang 1,6 Millionen Pastoralisten und Bauern helfen. Lamourdia Thiombiano, FAO Beauftragter für Westafrika beschreibt, warum die Lage noch immer so dramatisch ist. Die Hungerkatastrophen 2005, 2008 und 2012 haben die letzten Reserven aufgebraucht und in den Zwischenzeiten keine neuen entstehen lassen. Viele haben ihr Land aufgegeben und in den Städten nach Arbeit gesucht. Daher konnten sie nicht mehr von den guten Anbaubedingungen im letzten Jahr profitieren.

In diesem Jahr kam die so genannte Hungersaison früher als in den Vorjahren. Die Menschen haben ihr Getreide bereits verkaufen müssen, um ihre Schulden zu bezahlen. Lebensmittel, sie sie zukaufen müssen sind teurer geworden.

Vor allem in Mali und Nigeria verschärfen Flüchtlinge die Situation lokal. Sie bringen oft noch ihre Tiere mit und erhöhen den Druck auf den verbliebenen Weidegründen.

Das Geld der Weltgemeinschaft soll nicht nur die ärgste Not schmälern, sondern einen Grundstock für Saatgut, Dünger und Werkzeuge bilden. Damit sollen wieder mehr Menschen in der ab Oktober 2014 beginnenden Saison eigene Nahrungsfrüchte anbauen. Gleichzeitig benötigt die Region mehr Lagerräume und Transportmöglichkeiten für die Ernte ab April 2014.

roRo

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