Sanddorn gegen Glögi

Ernährung

Handel auf alten Hansewegen

Glögi und Sanddorn haben mehr mit einander zu tun, als es der erste Blick vermuten lässt. Bei Glögi werden viele stutzig, bei Sanddorn vor allem die Westdeutschen. Also:

Die Wein- und Süßmostkelterei Hohenseefeld im Landkreis Teltow-Fläming ist ein hochspezialisierter Verarbeiter von Früchten. Mehr als 26 verschiedene Säfte, Nektare, Fruchtsaftgetränke und Obstweine hat das Unternehmen in seinem Portfolio. Unter anderem Sanddorn, der als Zitrone des Nordens gilt und im Westen nur wenig bekannt war. Die Wildfrucht hat sich auf die kargen Böden in Brandenburg spezialisiert. Die Beere füllt bereits mehrere Kapitel in der Firmengeschichte und auf der Grünen Woche steht der Sanddorn-Whiskey im Vordergrund. Rund zehn Prozent des Umsatzes generieren die kleinen Früchte

Sanddorn-Produkte verkauft Geschäftsführer Manfred Memmert schon seit Jahren auch nach Finnland. Sanddornbeeren sind in Deutschland wesentlich günstiger zu haben als in Finnland. Ein dankbares Geschäft. Über die alten Hansewege kauft Memmert aber auch in Finnland kräftig ein. Und das ist der Glögi. Der Glögi ist ein skandinavischer Glühwein aus Rotwein, Korn oder Wodka mit Gewürzen aromatisiert. Mehrere 10.000 Liter gelangen nach Brandenburg, wo Memmert den Glögi einmal im Jahr für die Weihnachtsmärkte in Niedersachsen und Baden-Württemberg ordert.

Halle 21a Stand 126

roRo (Text und Foto)

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