Sauer macht lustig

Ernährung

Sauerkraut - Apfelsalat

> Kohl galt in der Vergangenheit noch als ?Arme-Leute-Essen?. Jedoch wandelt sich auch dieses Image durch den Trend, mehr Gemüse und Obst zu genießen. Nicht nur exotische asiatische Gemüse erfreuen sich steigender Beliebtheit, sondern auch die traditionellen Kohlarten werden wieder entdeckt.
Kohl gehört zur Gattung ?Brassica? aus der Familie der Cruciferen, den Kreuzblütlern. Je nach Kohlart werden verschiedne Pflanzenteile verzehrt. Die Kohlrabiknolle ist ein verdickter Stängel, bei Weiß- und Rotkohlköpfen wandern die Blätter in die Küche und bei Brokkoli sind es die Blütenknospen.
Vor allem gilt Kohl als Wintergemüse zu den wichtigsten einheimischen Nahrungsmitteln, die in der trüben und dunklen Winterzeit Mineralstoffe und Vitamine liefern. Das gesündeste Kohlgemüse ist das frisches Sauerkraut, in dem die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C bereits in einer 250 Gramm-Portion stecken. Die reichlich enthaltenen Ballaststoffe und die Milchsäure wirken sich günstig auf die Verdauung und die Darmflora aus. Vitamin B6, K, Calcium und Folsäure stecken als weitere Fitmacher in dem Powergemüse. Und das alles nur bei 17 Kalorien pro 100 Gramm.

Gesundheitsplus durch Gärung
Zur Sauerkraut-Herstellung wird der Weißkohl mit Zugabe von Salz und Gewürzen für zwei bis drei Wochen unter Luftabschluss milchsauer vergoren. Durch den Prozess wird das Kraut nicht nur haltbar gemacht. Es ist danach viel bekömmlicher und enthält gegenüber Weißkohl zusätzlich die probiotischen Milchsäurebakterien sowie die von ihnen gebildete Milchsäure. Diese wirkt verdauungsfördernd und unterstützt die natürlichen Darmbakterien bei der Abwehr von Krankheitserregern. Gleichzeitig sorgt die Milchsäure für ein günstiges Milieu im gesamten Verdauungstrakt. Das gilt jedoch nur, solange das Sauerkraut nicht pasteurisiert wurde ? also noch frisch ist. So sollte Sauerkraut am besten ungekocht verzehrt werden. Es schmeckt angenehm mild und fruchtig. Besonders lecker ist ein schnell zubereiteter Sauerkrautsalat mit Äpfeln, Trockenfrüchten und Joghurt.
Frischkost Sauerkraut gibt es im Reformhaus. Dort gibt es als Spezialität das Bio-Frischkost-L(+)-Sauerkraut im Gärglas. Das ist nicht älter als zwei Wochen und mit überwiegend rechtsdrehenden Milchsäurebakterien versetzt.
Wer mit Sauerkraut kocht, dem seien noch zwei Tipps für die Küche nahe gelegt.
Unangenehmer Kohlgeruch lässt sich verhindern, indem ein in Essig getränktes Tuch zwischen Kochtopf und Deckel gelegt wird, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Sternekoch Christian Henze rät: ?Wer auch im gekochten Sauerkraut nicht auf die wertvollen Milchsäurebakterien verzichten möchte, kann einen Teil rohes, sehr fein gehacktes Frischkost-Sauerkraut nach dem Garen untermischen.?

Sauerkraut-Apfelsalat
Ein Frischetipp für die Winterküche stammt aus dem Reformhaus (für 4 Personen):
Zutaten:
150 g ungeschwefelte Trockenfrüchte (Aprikosen, Pflaumen, Rosinen); 150 ml Orangensaft; 2 Äpfel; 500 g Frischkost-Sauerkraut; 2 EL kalt gepresstes Walnussöl; 1 EL Apfelessig; 1 EL süße Sahne; 100 g Joghurt; 1 El Agavendicksaft (ersatzweise Honig); Kräutersalz, Pfeffer

Zubereitung:
Trockenfrüchte klein schneiden und in dem erwärmten Orangensaft gut einweichen lassen. Dann auf ein Sieb geben. Dabei den Orangensaft auffangen und für das Dressing beiseite stellen. Die Äpfel waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Das sauerkraut mit einer Gabel zerpflücken und mit den Apfelwürfeln mischen.
Aus Öl, Essig, Sahne, Joghurt, Agavendicksaft und dem Orangensaft ein Dressing rühren. Dieses über den Salat geben und gut untermengen. Den Salat mit Kräutersalz und Pfeffer abschmecken und etwa 15 Minuten ziehen lassen.

Guten Appetit wünscht VLE

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