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Schokowaren schmecken am meisten

Ernährung

Leckeres aus Deutschland verführt Süßmäuler

Ob feinste Schokolade, leckere Kekse oder herzhafte Knabbereien – die deutsche Süßwarenindustrie hat ihre Produktion im vergangenen Jahr gesteigert, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Offenbar hat vor allem das dynamische Exportgeschäft die Produktion angekurbelt. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) legte das Aufkommen um 1,8 Prozent auf 3,69 Mio. Tonnen (t) zu. Mit insgesamt 1,01 Mio. t führen Schokoladenwaren das Produktionsspektrum an, ihre Herstellung legte um 3,3 Prozent zu. Es folgten feine Backwaren, deren Produktion um 1,3 Prozent auf 764.000 t zunahm. Die Herstellung von Zuckerwaren sank dagegen um 3,3 Prozent auf nunmehr 498.000 t. Darüber hinaus wurden 496.000 t Kakao und Schokoladenhalberzeugnisse, 363.000 t Speiseeis sowie 258.500 t Knabberartikel hergestellt. Während die Produktion von Speiseeis jedoch gegenüber 2009 um 2,5 Prozent zurückging, wurde der Ausstoß von Knabberartikeln jedoch um 2,4 Prozent gesteigert. Marktkenner führen dies zum einen auf die Nachfrageimpulse durch die Fußballweltmeisterschaft und zum anderen auf die Innovationsvielfalt der Hersteller zurück. Zum Sortiment der Süßwarenindustrie gehören außerdem noch Kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen mit einem Produktionsvolumen von 236.500 t und Rohmassen – wozu insbesondere Marzipan gezählt wird – mit 60.300 t.

Teurer Rohkakao

Erheblich zu schaffen machte den deutschen Herstellern offenbar die Preissteigerung bei Rohkakao, der im vergangenen Jahr Rekordpreise erreichte. Aufgrund wetterbedingter Ernteausfälle mussten darüber hinaus die Hersteller feiner Backwaren ihren Weizen teurer einkaufen als in den Jahren zuvor. Der sehr früh einsetzende Winter bescherte ihnen allerdings noch ein gutes Saisongeschäft: Von Lebkuchen, Spekulatius und Schokoladenweihnachtsmännern ließen sich die deutschen Verbraucher zum Jahresende gerne verführen. Ansonsten haben die Bundesbürger auch 2010 ihren Süßwarenverbrauch leicht um 0,6 Prozent eingeschränkt. Im vergangenen Jahr naschte jeder Deutsche im Schnitt 30,57 Kilo Süßkram und Knabbereien. Dabei standen offenbar Schokolade mit durchschnittlich 9,3 kg und Knabberartikel mit 2,63 kg pro Kopf hoch im Kurs, ihr Verzehr legte um 1,4 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor zu. Außerdem verspeiste jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr rein rechnerisch knapp 7,4 kg feine Backwaren, 5,4 kg Zuckerwaren, 3,71 kg Speiseeis und 2,14 kg kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen. Während der Inlandsabsatz insgesamt etwas gesunken ist, hat sich der Export mit einem Plus von 7,4 Prozent in 2010 als wesentliches Standbein erwiesen, mit 1,76 Mio. t wurden fast 45 Prozent aller hierzulande hergestellten Süßwaren im Ausland abgesetzt. Vor allem deutsche Schokolade ist begehrt, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging bis Oktober 2010 Schokolade im Wert von 895 Mio. t in den Export, das waren 12,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

LPD

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