Menü

Schwamm drüber

Ernährung

Wenn der Schwamm gefährlicher wird als Lebensmittel

Schwamm drüber

Ob im Kühlschrank oder auf dem Spüllappen, auf Eiern, Fleisch oder auf dem Salat - Lebensmittel können mit Bakterien, Viren  oder Parasiten verunreinigt sein. Verbraucherinnen und Verbraucher unterschätzen häufig gesundheitliche Risiken, die durch Fehler beim Lagern und Zubereiten zu Hause entstehen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) klärt über diese Risiken auf und informiert über Maßnahmen, um sich vor lebensmittelbedingten Erkrankungen zu schützen. „Viele Menschen haben Angst vor Chemie in der Nahrung, aber tatsächlich krank wird man von Bakterien, Pilzen oder Viren im Essen,“ sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Nur jeder Fünfte sorgt sich um die Lebensmittelhygiene zu Hause, dabei ist der richtige Umgang mit Lebensmitteln in der eigenen Küche das beste Mittel, um Infektionen vorzubeugen. Wir alle müssen unser Bewusstsein für gesundheitliche Risiken bei der Zubereitung von Essen schärfen.“ Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin macht das Institut das Thema Küchenhygiene vom 19. bis 28. Januar hautnah erlebbar.

BfR

Am BfR-Stand 148 auf dem Erlebnisbauernhof (Halle 3.2) ermöglicht ein überdimensionaler Küchenschwamm Einblicke in den Kosmos der Keime. Wissenschaftliche Fakten zu Eigenschaften und Wirkungsweisen von Küchenkeimen werden hier anschaulich erklärt. In der Kinder-Keim-Rallye werden Kinder zu Keimagentinnen und -agenten und finden heraus, wo überall Mikroben lauern. Darüber hinaus können Besucherinnen und Besucher ihr Wissen auch am Keim-Karussell und am Fehlerkühlschrank testen, indem sie diesen richtig einsortieren. Und wer immer schon mal wissen wollte, was der Unterschied zwischen Bakterien, Viren und Parasiten ist, kann sich das anhand zahlreicher lebensgroß nachgebauter XXL-Keime erklären lassen.

In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 100.000 Erkrankungen gemeldet, die wahrscheinlich auf lebensmittelbedingte Infektionen mit Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Parasiten zurückzuführen sind. Dazu gehören vor allem Infektionen mit Campylobacter-Bakterien, Salmonellen und Noroviren. Die Dunkelziffer liegt jedoch weitaus höher. In den meisten Fällen sind die Erkrankungen mit Symptomen wie Magenkrämpfen, Durchfall oder Erbrechen verbunden und nach ein paar Tagen überstanden. Bei Menschen, deren Immunsystem geschwächt oder nicht vollständig ausgebildet ist, kann eine Lebensmittelinfektion aber sehr schwer verlaufen. Daher ist es wichtig, beim Lagern und Zubereiten von Lebensmitteln Hygieneregeln einzuhalten. Ziel ist es, in der eigenen Küche das Verunreinigen von Lebensmitteln mit Krankheitserregern zu vermeiden und das Vermehren von Krankheitserregern in Lebensmitteln zu begrenzen oder deren Überleben zu verhindern.

BfR, Fotos: roRo

Zurück