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Schweinefleisch im Spektroskop

Ernährung

Fleisch-Qualitätsprüfung mit Licht

Kanadische Forscher haben dem Schwein die letzten Geheimnisse entrissen, die es bislang selbst vor dem Metzger noch verbergen konnte. Mit Hilfe der Spektroskopie können sie zerstörungsfrei die besten Fleischstücke ermitteln.

Höhere Arbeitsplatzqualifikation
Dr. Michael Ngadi von der kanadischen McGill Universität hat zusammen mit der Industrie neue Techniken entwickelt, die besten Fleischstücke zu bestimmen – ohne sie, wie bislang, durch die Untersuchung zu zerstören.
Das Werkzeug ist Licht. Die Spektroskopie ermittelt die Wellenlängen des sichtbaren und unsichtbaren Lichts, das von Materie, in diesem Falle Schweinefleisch zurückgeworfen wird. Eine Analyse der verschiedenen Wellenlängen lässt Schlüsse auf die Farbe, Textur und das Restwasser zu. „Damit können Metzger schon während der Verarbeitung das Fleisch nach objektiven Kriterien analysieren“, so Dr. Ngadi. Damit kann das Fleisch gleich nach verschiedenen Qualitäten verpackt und versendet werden.
Nach Dr. Ngadi ist die Technik ist nicht mehr weit von der Serienreife entfernt und kann in den Verarbeitungsbetrieben eingesetzt werden. Die computergestützte Analyse könne die Arbeit attraktiver machen, die Produktion optimieren und die Markterfordernisse besser treffen.
Die Kanadier schauen bereits tiefer in die Spektralwellen: Als nächstes wollen sie mit Hilfe des Lichts die Marmorierung und den Fettgehalt bestimmen.

Lesestoff:
M. Monroya, M.O. Ngadi et al.: Pork meat quality classification using Visible/Near-Infrared spectroscopic data, Biosystems Engineering, Vol 107, 3 Nov 2010 pp 271 – 276; doi:10.1016/j.biosystemseng.2010.09.006

roRo; Foto: Dept. Of Bioresource Engineering, McGill University

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