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Sehnsucht nach Einfachheit und Echtheit

Ernährung

Kunden wollen „Romance“, aber auch convenient

Das Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) hat in seinem zweiten Bericht „European Food Trends Report“ ein neues Bewusstsein für Essen und Nahrung ausgemacht. Während die Lebensmittelindustrie „Science“ anbiete, fordern die Konsumenten „Romance“.

Neue Wertekriterien
Das GDI verzeichnete einen Vertrauensverlust seitens der Kunden, weil die Lebensmittelindustrie die Wertschöpfungskette immer komplexer und undurchschaubarer gemacht hat. Die Konsumenten kompensieren den Verlust durch Sehnsüchte: „bio“, „lokal“, „saisonal“ und „von Hand“ sind die neuen Wertekriterien. Die Konsumenten lernten gerade, dass eine Beschränkung des Konsums nicht lustfeindlich sein muss, sondern sogar bei der Neuorientierung in der Warenwelt helfe.
Die Studie bezeichnet den Trend in der Gastronomie als Bistronomy: Im Luxus des Einfachen und Authentischen über einen ehrlichen Service Nähe und Wärme finden. „Fine Dining“.

Den Trend nutzen
Einzelhändler und Gastronomen seien gut beraten, die Absage an Maßlosigkeit und Entfremdung zu nutzen. „Nur wer schlechte Produkte streicht, bleibt glaubwürdig.“ Beispiele aus den USA und England müssten allerdings erst noch belegen, dass es auch funktioniert.
Der Trend geht sogar noch weiter. „Wer kann, wird radikal“: Die Community Supported Agriculture unterstützt autonome Lösungen. So hat der Buschberghof vor den Toren Hamburgs mit seinem Konzept, mehr als 90 Familien zu ernähren sogar den Förderpreis Ökologischer Landbau auf der Grünen Woche gewonnen.
Aber: Arbeit, Reisen und Zeitnot prägen den modernen Menschen. So kommt nach der Studie des Duttweiler-Instituts auch der „Romantiker“ nicht ohne Convenience-Produkte aus.

roRo

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