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Erlebnistage für Aktive
> Kakao für Grundschulen43.000 ghanaische Bauernfamilien schließen sich zur Kakaogenossenschaft Kuapa Kokoo zusammen und vermarkten den Kakao seit 1995 über TransFair nach Europa. Diese Vermarktung sichert den Bauern einen Erlös, der über dem normalen Weltmarktpreis liegt und damit Investitionskapital, das in soziale Projekte gesteckt wird. Ein demokratisch gewählter Vorstand der Bauernvereinigung baute davon Grundschulen, Toilettenanlagen und Brunnen mit sauberem Trinkwasser. Das ist ein Beispiel über eine Form der Entwicklungshilfe, die mit dem Einkaufskorb unmittelbar geleistet werden kann. Bereits am Freitag startete die sechswöchige Sommertour des fairen Handels in Berlin mit der SAT1-Moderatorin Kerstin Linnartz und dem Schauspieler Axel Pape. Die VERBRAUCHER INITIATIVE aus Berlin lädt im August und September die Menschen in 38 Städten ein, die Idee und vor allem die Produkte kennen zu lernen. Heute geht es beispielsweise in Neubrandenburg in der Treptower Str. weiter, morgen in Schwerin, dann in Lübeck, Rostock und Kiel. Das vollständige Programm finden Sie unter www.fair-feels-good.de. Auf der Seite finden Sie auch eine Postleitzahlenkarte, hinter der sich eine Liste der Geschäfte befindet, wo Sie Kaffe, Tee, aber auch Kleidung und Kunst aus Afrika, Lateinamerika und Asien kaufen können.
Arena der Sinne
Vor dem Berliner Olympiastadion, auch zeitlich vor der Einweihung des Umbaus, fand sich bereits zum zweiten Mal die Arena der Sinne in Berlin ein. Über 38 Biobetriebe stellten zwei Tage lang ihre Produkte der Öffentlichkeit vor. Sie kamen trotz besten Erntewetters nach Berlin, wofür sich Michael Wimmer von der Fördergemeinschaft für ökologischen Landbau besonders bedankte. Staatssekretär Matthias Berninger aus dem Verbraucherministerium nannte drei Gründe warum er die Veranstaltung gut findet: Zuerst einmal haben Kinder die Möglichkeit Landwirtschaft kennen zu lernen, zudem gibt es in diesem Jahr auch sehr viel Informationen über nachwachsende Rohstoffe und vor allem: ?Bio macht Spaß?. Auf einer großen Veranstaltungsbühne begann das Programm mit dem Theaterensemble der Hackeschen Höfe. In Getreide baden, ein Wellness-Zelt für Naturkosmetik und BiOlympics mit Gummistiefelweitwurf dürften groß und klein anlocken. Bis Oktober touren die Bio-Erlebnistage noch durch Hamburg, München, Köln und Erfurt (Programm s. www.oekolandbau.de. In Berlin konnten sich die Besucher über Topinambur informieren und vor allem den Saft kosten. Vor der Kartoffel war diese indianische Kulturpflanze in Europa weiter verbreitet. Das besondere an Topinambur ist der Inhaltsstoff Inulin. Das ist ein löslicher Ballaststoff, der nicht am Zuckerstoffwechsel teilnimmt und dem Körper nur ein Viertel der Kohlenhydrate zuführt. Topinambur ist für Diabetiker besonders wertvoll. Der Anbau konzentriert sich im wesentlichen auf Süddeutschland und umfasst rund 1000 ha (s. Herd-und-Hof.de 17.05.2002). Dr. Wilhelm Schäkel von der Bioland Ranch Zempow hat noch viel mehr vor, wie er am Stand verriet. Gerade für die leichten Böden, und besonders für die unteren Ackerzahlen zwischen 18 und 22, eignet sich Topinambur (Helianthus tuberosus) für den Anbau in Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern. Eine Erzeugergemeinschaft mit Bauern aus Müritz will bald 500 ha Topinambur anbauen und vermarkten. Besondere Technik ist dafür nicht notwendig, denn wer bereits Kartoffelerntetechnik hat, kann diese weiterverwenden. Die Pflanze wird bis zu 2 Meter groß und kann auf einem Topinambur-Spaziergang jeden Mittwoch in der Ferienzeit in Zempow besichtigt werden. Die Feldexkursion ist kostenfrei und geschmacklich aufregend, denn Topinambur-Sanddorn-Saft, Natursüße und Pulver für das Müsli können auch verkostet werden. Nähere Informationen erfragen Sie unter: Telefon 033923-76923.
"Ökoländer" muss mit
In Hamburg drängelten sich gestern rund eine Million Menschen um den Radrennparcours für das erste Weltcuprennen nach der Tour de France: Das HEW Cyclassics. Beim Jedermann Rennen mit rund 14.000 Teilnehmern startete vormittags auch ein Team des Ökoverbandes Bioland und erreichte mit Robert Hermanowski beim 115 km - Kurs mit dem tausendsten Platz die schönste Platzierung. Nachmittags radelte dann auch das Profifeld mit Jan Ullrich, Paolo Bettini und Jens Heppner um Weltcup Punkte. Am Jungfernstieg gab es neben vielen Ständen über Rennradzubehör am Stand von Bioland beim Glücksrad auch ein T-Shirt zu gewinnen. Etwas verschämt am Rande lagen ?Ökoländer? auf dem Tisch. Die sollten eigentlich mehr in die Mitte, denn die Firma Ökoland GmbH Nord vertreibt bundesweit den ersten Bio-Salamisnack für die Westentasche: Für Ihre persönliche Fahrradtour, den Wanderrucksack oder für das Freilichtkino. "Ökoländer" ist die Knabbersalami in Bifi-Größe für unterwegs. Das Schweine- und Rindfleisch stammt von Biolandhöfen aus Süddeutschland und garantiert daher bereits seine ökologische Herkunft. Die Salami ist luftgetrocknet und in Buchenholz kaltgeräuchert: So ist sie ohne Kühlung haltbar. Zwei Metzger wachen über den langen Reifeprozess. Da die Ökoländer natürlich reifen müssen, wird auf übliche Zusätze der Reifesteuerung und Haltbarmachung, wie Nitritpökelsalz oder Natriumascorbate, verzichtet. Dafür ist handwerkliches Geschick und viel Erfahrung der Metzger erforderlich, die Salami zum richtigen Zeitpunkt aus der Trocknung zu nehmen. Die Kalträucherung bewirkt, dass die bei heißer Räucherung entstehenden krebserzeugenden Benzopyrene gar nicht erst vorkommen. Den herzhaften Genuss finden Sie mittlerweile deutschlandweit in fast allen Naturkostläden, wie Patrick Müller von Ökoland sagt.
roRo