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Spanische Millennials verlieren die Lust aufs Kochen

Ernährung

Essen kommt bequem ins Haus

Auch in Spanien gewinnt die Essensbestellung an Bedeutung. In den ersten vier Monaten 2018 haben 17 Prozent der Spanier zwischen 15 und 75 Jahren Mahlzeiten nach Hause liefern lassen. 30 Prozent davon sind die so genannten Millennials, die ab dem Jahr 2000 Geborenen. 61 Prozent der Besteller sind weiblich.

Als wichtigste Gründe für den Griff zum Telefon sind ungeplantes Essen, keine Lust zu kochen und Sportereignisse. So hat die Fussballweltmeisetrschaft bei Pizza und Co. die fremden Öfen glühen lassen.

Der britische Marktforscher Kantar Worldpanel hat ermittelt, das 60 Prozent der Lieferdienste direkt aus Küchen und Restaurants kommt, 40 Prozent der Essen werden über Plattformen geordert. „Just Eat“ und „Glovo“ sind die beliebtesten in Spanien.

60 Prozent der Mahlzeiten werden für das Abendessen bestellt und bestehen zu 40 Prozent aus Pizza und Foccacia, einem ligurischem Fladenbrot, das ähnlich wie Pizza mit verschiedenen Belägen bedeckt wird. Hamburger und Fleischgerichte folgen mit einem Anteil von 14 Prozent mit Abstand.

Für die Firmen rentiert sich das Geschäft. Gegenüber einem normal bestelltem Catering oder einem Familienessen ist der Durchschnittsbon rund ein Drittel höher. Nach Edurne Uranga von Kantar Worldpanel ist das eine gute Gelegenheit für Hersteller, Restaurants und Lieferdienste, mehr Wert in die Lieferkette zu bringen.

Roland Krieg

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