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Sprudelnde Milch aus Kasachstan

Ernährung

Premiere mit Geschmack

>Neben der Mongolei nimmt auch Kasachstan das erste Mal an der Internationalen Grünen Woche in Berlin teil. 1991 hatte sich das Land unabhängig erklärt und erscheint in den Schlagzeilen meist in Verbindung mit dem austrocknenden Aralsee oder seinem Schatz Erdöl.
Am Stand des Landes, dass so groß wie Mitteleuropa ist, bietet Liana Parunyan eine ganz besondere Milch an. Sie ist in intensiv weiß gefärbten Flaschen erhältlich, von denen einige mit dem Bild einer Kuh verziert sind. Die Berliner würden darin aber immer nur ihren Stadtbären wieder erkennen, stöhnt Liana Parunyan. Das Geheimnis des Trunks steckt allerdings innerhalb der Designerverpackung: Vergorene Milch, der bei der Gärung der Alkohol entzogen wurde. Ein junger Messebesucher holte sich während des Gesprächs sogar noch einen Nachschlag: Im ersten Moment fehlt dem europäischen Gaumen die Süße. Und trotzdem schmeckt es, wenn die Milch auf der Zunge perlt.
Parunyan sagte, dass das Reformhaus bereits Interesse gezeigt hätte. Auf der Flasche ist zwischen den kyrillischen Worten das Signet "Bio" zu erkennen.
Die Milch wurde durch zusätzliches Pasteurisieren 90 Tage lang haltbar gemacht und der Herstellungsprozess ist eine tausendjährige Tradition. Der Hersteller verriet über seine Milchbauern nur, dass es viele kleine Höfe und ein großer Betrieb sind.
Durch ein Programm des Landwirtschaftsministeriums gehe es den Bauern mittlerweile etwas besser, als während des bisherigen Transformationsprozesses. Die Bauern kämen mit Investitionshilfen und Subventionen gut zurecht, übersetzte Liana Parunyan.
Wer sich den sprudelnden Geschmack Kasachstans nicht entgehen lassen möchte, der sollte am Stand 114 in der Halle 4.2 einmal vorbeischauen.

Roland Krieg

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