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Uhlenberg für Nährwertampel

Ernährung

NRW gibt grünes Licht für orange

Wie auch immer das Farbenspiel der Nährwertkennzeichnung aussehen wird: Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg befürwortete gestern die „farbliche Kennzeichnung von Nährwerten bei Lebensmitteln“. Damit folgt NRW Seehofers Vorschlag, den der Bundesminister aus einer Verbraucherumfrage ableitete.

Farbsystem ein hilfreicher Wegweiser
Heute treffen sich in Berlin die Verbraucherschutzminister. „Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen eine verständliche und unkomplizierte Entscheidungshilfe für eine ausgewogene, gesunde Ernährung wünschen.“ Darauf müsse sich die Lebensmittelindustrie einstellen forderte Uhlenberg. Er sagte aber auch, dass eine Verengung der Diskussion auf eine „Nährwert-Ampel“ nicht weiterhelfe. Man könne die rote Signalfarbe beispielsweise durch ein orange ersetzen, weil es mehr dem „Achtung-Symbol“ entspreche als einem Verbot. Zudem sollen sich Verbraucher nicht allein an den Signalen orientieren. Bewusstes Verhalten und abwägendes Entscheiden gehöre zu einer gesunden Ernährung dazu, die ebenso maßvollen Gebrauch von Genussmitteln einschließe.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen begrüßt den Vorschlag. Vorstand Klaus Müller sieht mit dem Kurswechsel Uhlenbergs „als Schritt in die richtige Richtung“. Der Minister solle sich jetzt für eine EU-weite Lösung einsetzen. Hersteller sollen sich durch die farbliche Kennzeichnung nicht gegängelt fühlen, so Müller: „Sie sollten stattdessen ihre Produkte gesünder machen und da – wo möglich – die hohen Anteile Fett, Zucker und Salz in ihren Produkten reduzieren.“

roRo

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