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Urlaubszeit, Tierseuchengefahr

Ernährung

RLV warnt vor Einschleppung von Tierseuchen

Mit Beginn der Sommerferien reisen viele Urlauber in ferne Länder. Verbunden damit ist auch die Gefahr, dass Erreger gefährlicher Tierseuchen bei Rückkehr nach Deutschland eingeschleppt werden. Darauf weist der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) in Bonn hin. So tritt nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit OiE derzeit im südlichen Afrika, in China oder auch in Ägypten die Maul- und Klauenseuche auf. Während hierzulande die für Rinder, Schweine und Schafe hochansteckende Seuche ausgerottet ist, kann der Erreger bei Fernreisen unbeabsichtigt wieder eingeschleppt werden.

Die über Viren übertragene Krankheit ist zwar nicht für den Menschen gefährlich, Erreger können aber zum Beispiel über frisches Fleisch und Milch infizierter Tiere sowie über Felle, unbehandelte Trophäen oder kontaminierte Kleidung eingeschleppt werden und verheerende Seuchenzüge auslösen.

Der RLV appelliert deshalb an Reisende, bei der Heimkehr die einschlägigen Warnhinweise an den Flughäfen zur Einschleppung ansteckender Tierseuchen in die Europäische Union zu beachten und eventuell mitgeführte Produkte zur amtlichen Kontrolle vorzustellen. Zugleich drängt der RLV im Rahmen der geplanten Novelle des Tierseuchengesetzes auf stringentere Maßnahmen zur Seuchenvorbeugung. Erst im vergangenen Jahr hatte sich etwa auch das europäische Lebensmittel- und Veterinäramt unzufrieden gezeigt mit deutschen Grenzkontrollstellen.

Das FAO-Schnellwarnsystem hat nach den Ausbrüchen der Maul- und Klauenseuche in Ägypten die einen Krankheitsfalls in Malaysia bestätigt.

Lesestoff:

Nach MKS-Ausbuch in Ägypten bat die BTK auf Lebensmittel aus Ägypten zu verzichten

RLV / roRo

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