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Vorsatz für 2015: Lebensmittel retten

Ernährung

„Jeder hat es in der Hand, seine Bilanz zu verbessern!“

Die Zeit für die vor Neujahr gefassten Vorsätze wird jetzt Realität. Beispiel: Lebensmittel retten. Beispielsweise mit der Beste-Reste-App.

Rund 78 Prozent der Deutschen haben in den letzten Monaten bewusst Lebensmittelabfälle vermieden oder haben dies vor. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Demnach wollen 58 Prozent der Befragten bewusster einkaufen, 46 Prozent mehr Reste verwenden und 36 Prozent stärker auf die richtige Lagerung achten. Das Bundesministerium unterstützt sie dabei mit seiner Initiative „Zu gut für die Tonne!“. Alle Lebensmittelretter finden dort eine erweiterte Version der erfolgreichen Beste-Reste-App.

„Jeder hat es selbst in der Hand, seine persönliche Abfallbilanz zu verbessern! Egal ob am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder zu Hause: Lebensmittel sind zu wertvoll und kostbar, um in der Tonne zu landen. Wir sollten unsere Lebensmittel nicht einfach gedankenlos konsumieren, sondern den Mitteln zum Leben die ihnen gebührende Wertschätzung entgegenbringen“, sagte Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Derzeit landet noch immer etwa jedes achte gekaufte Lebensmittel im Abfall. Damit werden zugleich auch wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie und Arbeitskraft verschwendet, die zur Herstellung des Lebensmittels vom Acker bis zur Ladentheke eingesetzt wurden.

Erweiterte Version der Beste-Reste-App

Nach dem Update ist die Navigation noch benutzerfreundlicher und führt schneller zu den verschiedenen Kapiteln der Anwendung. Darüber hinaus widmet sich ein neuer Themenbereich mit Infografiken den Folgen der Verschwendung und informiert zu den wichtigsten Zahlen und Fakten. Seit ihrer Veröffentlichung vor zwei Jahren im November 2012 wurde die App bereits 620.000 Mal heruntergeladen.

Jeder kann mithelfen, die App zu erweitern. Rund 70 Spitzenköche und Prominente sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben bereits Rezepte beigesteuert. Wer eine Kochidee für Lebensmittelreste hat, kann diese unter www.zugutfuerdietonne.de/kochidee eingeben. Inzwischen enthält die App rund 400 Rezepte für beste Reste, zudem einen interaktiven Einkaufsplaner und viele Tipps zu Lagerung und Haltbarkeit. Mit einem Wissenstest können die Nutzer spielerisch prüfen, was sie über Lebensmittel, deren Haltbarkeit und Lagerung wissen.

Neue Broschüre speziell für Kommunen

Aus aktuellem Anlass hat die Initiative Zu gut für die Tonne! zudem gemeinsam mit dem Projektträger Jülich eine Broschüre erarbeitet und veröffentlicht, die sich speziell an Kommunen richtet. Dieser Leitfaden zeigt gelungene Beispiele aus Kommunen und soll als Rat- und Impulsgeber für Aktivitäten gegen Lebensmittelverschwendung in den Kommunen dienen.

Initiative Zu gut für die Tonne!

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Pro Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Lebensmittelabfall. Rund zwei Drittel davon wären vermeidbar. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbände, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative.

Lesestoff:

Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit und Fakten zur Lebensmittelverschwendung unter www.zugutfuerdietonne.de

roRo; BMEL

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