Wege zu nachhaltigen Ernährungssystemen
Ernährung
Beitrag des BMEL zum World Food Summit
Im September findet in New York der World Food Summit der Vereinten Nationen statt. In der Vorbereitung hat das Bundesminitserium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zusammen mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) fünf Handlungsfelder definiert, die in den deutschen Beitrag zur UN-Konferenz einfließen.
Die Auftaktveranstaltung der BLE im Juni hat zu folgenden Empfehlungen für die nachhaltige Neuausrichtung des Ernährungssystems geführt:
1. Transparenz in Lieferketten von der Produktion über die Verarbeitung bis zum Verbraucher: Dieses Ziel kann durch nachhaltige Produktions- und Verarbeitungssysteme, faire Ernährungsumgebungen, die verlässliche Kennzeichnung und Zertifizierung sowie die Schaffung von Grundlagen für die Ermittlung der „wahren Kosten“ erreicht werden.
2. Verbesserte Bildung zu nachhaltiger Nahrungsmittelproduktion und Ernährung für alle Glieder des Ernährungssystems, vom Produzenten zum Verbraucher: In Kita, Schule, Studium und Beruf sollte Bildung zu mehr Nachhaltigkeit Thema werden.
3. Nachhaltigkeit durch die richtigen Rahmenbedingungen: Gesetzliche Regulierung und finanzielle Anreize, wie Förderung, müssen ihren Beitrag an der richtigen Stelle und im richtigen Maß sowohl in der Produktion (Landwirtschaft) als auch in der Verarbeitung (Ernährungswirtschaft) leisten. Als ein Schwerpunkt wurde die Förderung von Forschung und Züchtung genannt. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, gute Beispiele für intelligente Anbausysteme und ökologische Intensivierung zu identifizieren – Leistungen also, die belohnt werden sollten.
4. Strukturen (auf regionaler Ebene): Der Aufbau von sozialen und organisatorischen Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften ist ebenso Thema für den erfolgreichen Veränderungsprozess wie die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Gesellschaft. Beide tragen dazu bei, ‘vom Reden zum Handeln‘ zu kommen.
5. Verantwortung im globalen Kontext: Die Resilienz von Ernährungssystemen kann nur durch eine Kombination globalen und regionalen Handels verbessert werden. Globale politische Rahmenbedingungen müssen dazu geschaffen werden. Ein Beispiel ist das deutsche Lieferkettengesetz.
BLE