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Ernährung

Verbraucherzentrale: Klimaschutz schmeckt

>ErdbeerenWeite Transporte per Flugzeug oder Lkw verbrauchen viel Energie und tragen damit zum Klimawandel bei. Am Stand der Verbraucherzentrale Brandenburg weisen die Berater auf die Tücken der Lebensmittelproduktion hin. Ganz aktuell im Rahmen der Klimadiskussion. Dabei gibt es ein Problem. Wenn beispielsweise Äpfel von vielen kleinen Betrieben gesammelt und gelagert werden, kann die Klimabilanz schlechter sein, als wenn Äpfel mit einem Frachter aus Neuseeland kommen. „Ecology of Scale“ nennt das der Gießener Professor Schlich. Streng genommen ist auch die beliebte Gemüsekiste, die manche Biobetriebe zu den Kunden fahren, nicht immer das klimafreundlichste.

Tipps für die Klimafreundlichkeit
Heidrun Franke von der Verbraucherzentrale Brandenburg ist sich dessen bewusst. Deshalb haben sich die Verbraucherschützer das Thema einmal ganz genau angeschaut und formulieren einige Grundzüge, die beim Verbraucher eher haften bleiben, als komplizierte Berechnungen. „Ein Klimalabel lehnen wir ab“, sagt Franke. Zwei Mal das gleiche Produkt wird unterschiedlich transportiert, zu Hause unterschiedlich gelagert und, verschieden zubereitet. Damit kann man bereits zwei verschiedene Klimabilanzen erstellen. Jede Lagerung und jeder Transport verschlechtert die Klimabilanz eines produzierten Produkts. Daher rät der Verbraucherschutz: regional und saisonal essen, weiger Fleisch, aber dafür beste Qualität.
Gewächshausgemüse verursacht rund 30-mal mehr Treibhausgase als Freilandgemüse, Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe belasten das Klima mit rund sechs Kilogramm Treibhausgas je Kilo Essen.

Betriebe anschauen
Heidrun Franke hat für die Verbraucher auch noch einen besonderen Tipp für den Sommer: Das Jahr 2008 war weitgehend frei von Lebensmittelskandalen und die Diskussion um die Brandenburger Freilandeier zeigt einfach deutlich, dass Verbraucher und Betriebe unterschiedliche Vorstellungen von einer Lebensmittelproduktion haben. Also: Raus auf die Betriebe, die Tage der offenen Höfe nutzen, sich die Produktion einmal anschauen und sich ein eigenes Bild machen. Die Berliner und Brandenburger haben mit der Brandenburger Landpartie im Sommer ein ganzes Wochenende dafür Zeit.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg finden Sie in der Halle 21a / Stand 161 und im INternet unter www.vzb.de

roRo

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