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Weltwassertag

Ernährung

Weltwassertag betont den Stellenwert des Wassers

Eine ganze Woche lang haben sich Politik und Wissenschaft sowie Umweltverbände und Verbraucherschützer auf dem Weltwasserforum in Marseille, um die knappe Ressource Wasser gekümmert. Der 22. März ist seit 1993 der Aktionstag, der von der UN-Vollversammlung aus der Taufe gehoben wurde, um das kostbare Nass ins Bewusstsein aller zu hieven.

Wassergebrauch

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2010 die Betriebe in Deutschland rund 27 Milliarden Kubikmeter Wasser genutzt. Gegenüber dem Jahr 2007 stieg der Verbrauch dabei um zwei Prozent an. 92 Prozent des Wassers stammt aus Oberflächengewässern und Uferfiltrat, die restlichen acht Prozent stammen aus Quell- und Grundwasser. Etwa eine Milliarde Kubikmeter fließt ungenutzt wieder zurück.
Im Wesentlichen wird das Wasser zu Kühlzwecken gebraucht. 92 Prozent ist der Anteil, den hautsächlich die Energieindustrie nutzt. Ein Prozent des Wassers dient der Beregnung und Bewässerung, den Rest verwendet das verarbeitende Gewerbe.
Die Abwassermenge lag demnach auch bei 26 Milliarden Kubikmeter, 24 Milliarden als Kühlwasser.

122 Liter am Tag

Der Durchschnittsbürger in deutschland verbraucht 122 Liter Wasser am Tag. Rund ein Drittel, 44 Liter, werden fürs baden, Duschen und die Körperpflege genutzt. Dr. Dietlinde Quack vom Öko-Institut hält zum Weltwassertag einen Tipp bereit: Wer wassersparende Armaturen in Bad und Dusche verwendet, schützt das Klima und spart Geld. Duschbrausen mit einem geringeren Wasserdurchfluss kommen mit maximal neun Liter statt der üblichen 15 Liter Wasser pro Minute aus und sparen so schon 40 Prozent. Damit wird auch weniger Energie für die Erhitzung des Wassers gebraucht. „Wer Spararmaturen verwendet, verringert auch den Energieverbrauch um 40 bis 60 Prozent“, so Dr. Quack.

Wassersparender Konsum

Die Berliner Verbraucher Initiative ruft am Weltwassertag zu wassersparsamen Konsum auf. Alleine für die Herstellung eines Kilo Rindfleisches werden rund 16.000 Liter Wasser verbraucht. Besonders viel Wasser verbraucht der Anbau von Baumwolle. Zwischen 10.000 und 29.000 Liter Wasser werden für die Erzeugung eines Kilogramms Baumwolle gebraucht. Das führt zu ausgelaugten Böden und verseuchtem Wasser. Ein Tipp: Wer langlebige Güter kauft, hilft Wasser sparen. Ein Heft zum Thema „Wasser & Co.“ zum Download finden Sie auf www.verbraucher.com

Richtig bewässern

In der landwirtschaftlichen Praxis wird noch immer zu häufig zu reichlich und zum falschen Zeitpunkt bewässert. Das Leibniz-Institut für Agrartechnik in Potsdam-Bornim hat pünktlich zum Weltwassertag das Forschungsprojekt für eine wassereffiziente Bewässerung aufgenommen. Ziel ist die Entwicklung eines flexiblen, autonomen und funkbasierten Bewässerungssystems, das in der Lage ist, die von der Pflanze benötigte Wassermenge genau zu dosieren. Die Wissenschaftler entwickeln hierfür ein dezentrales Netzwerk aus Sensoren, Steuerungs- und Kommunikationsmodulen, das im Feld installiert wird und sich autonom mit Daten aus der Beregnungsfläche und mit Vergleichsdaten von außerhalb versorgt. Das intelligente System soll die Daten, u. a. Bodenfeuchte, Pflanzenwasserzustand und aktuelle Niederschlagsmengen selbstständig analysieren und interpretieren, standortspezifische Handlungsempfehlungen errechnen und diese direkt für die Bewässerungssteuerung nutzen. Eine autarke Stromversorgung und drahtlose Datenübertragung werden für eine hohe Flexibilität und Reichweite des Systems sorgen.

Segel setzen für saubere Meere

In diesem Jahr kooperieren erstmals Segler, Kanuten und Taucher mit dem Nabu für saubere Meere. Dr. Ralph Schill, Umweltreferent der Deutschen Sporttaucher reklamiert, dass noch zu viele nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ ihren Müll ins Gewässer kippen. Gemeinsam mit dem Kanu- und Segler-Verband informieren sie besonders heute über die Gefahren von Plastikmüll im und am Gewässer. Sie zeigen Badegästen und Wassersportlern, wie sich der Plastikmüll reduzieren und vermeiden lässt.

Geocaching rund ums Wasser

Seit Juni 2010 legen Jugendliche von BUND und der DLRG Blue Caches an. Das ist die altbekannte Schnitzeljagd mit moderner GPS-Technik. Mehr als 1.000 Jugendliche haben diese Bildungsrouten, die speziell über das Thema Wasser informieren, durchlaufen. Heute werden die neuesten Routen vorgestellt. www.wasserlebnis.de/wasserleben

Lesestoff:

Weltwasserform Marseille:

Auftakt

Ministererklärung

Wasser zwischen Ethik und Wirtschaft

VLE

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