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Zu viel Salz auf dem Teller

Ernährung

Kochsalzzufuhr in Deutschland ist zu hoch

Das Max Rubner-Institut hat Daten der 15.371 „Diet-History-Interviews“ der Nationalen Verzehrsstudie II ausgewertet. Das Institut betrachtete die Kochsalzzufuhr der Deutschen und kommt zu dem Schluss, dass Frauen und Männer zu viel Salz zu sich nehmen.

Die Personen waren zwischen 14 und 80 Jahre alt und legten den Verzehr der letzten vier Wochen offen. Danach liegt der Medianwert der Salzzufuhr bei Männern bei neun Gramm pro Tag und bei Frauen bei 6,5 Gramm pro Tag. Junge Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren haben die höchste Salzzufuhr (Median: 9,4 Gramm pro Tag). Bei Frauen steigt die Salzzufuhr bis zum Alter von 35 bis 50 Jahren auf 6,7 Gramm pro Tag im Median.

Im Gegensatz zum Durchschnittswert gibt der Median den Wert an, der in der Mitte einer Zahlenreihe steht. Durch die Verwendung des Medians werden die statistischen Ausreißer nach oben und unten weniger stark verzerrt als beim Durchschnittswert.

Die Auswertung unterschätzt den Salzkonsum sogar noch, weil das Nachsalzen bei Tisch nicht erfasst wird.

Der obere Richtwert für eine gesunde Ernährung wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei sechs Gramm angegeben. Die Analyse zeigt, dass 56 Prozent der Frauen und 86 Prozent der Männer zu viel Salz zu sich nehmen.

Den größten Anteil Salz liefern die Lebensmittel Brot und Brötchen (bei 27 Prozent der Frauen und 28 Prozent der Männer), Fleisch und Wurstwaren (15 und 21 Prozent) sowie Milcherzeugnisse und Käse (10 und 11 Prozent).

roRo

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