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Zu wenig Kartoffeln für Ostdeutschland

Ernährung

Regionale Knollen im Osten sind Mangelware

Nach einem trocken-heißen Sommer ist das Keimen der Kartoffeln direkt nach der Ernte ein durchaus normaler Vorgang. Alleine das verringert die Qualitäten und Lagerfähigkeit. Hinzu kommt, dass der ausgetrocknete Boden bei der Ernte nicht an den Kartoffeln hängen bleibt. Der fehlende Erdbesatz führt auf den Siebketten der Erntemaschinen zu Beschädigungen an den Knollen, teilt das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) aus Rostock mit. Das erhöht die trockenheitsbedingten Verluste von 50 Prozent auf unberegneten Feldern, so dass regionale Ware schon in der Erntezeit sehr knapp wird.

In Mecklenburg-Vorpommern suchen Verarbeiter und Schäler nach hochpreisiger Ware. In Sachsen wird Packware bereits aus Niedersachsen zugekauft, weil das Angebot für die Nachfrage nicht reicht. In Brandenburg wurden Werbeaktionen von Zehn-Kilo-Gebinden wieder abgesagt. Sachsen-Anhalt hat erste Exportanfragen aus Tschechien erhalten. Aktuell liegen die Preise zwischen 20 und 24 Euro je dt. Thüringen verzechnet eine schwache Nachfrage über den Lebensmitteleinzelhandel. Preiserhöhungen kommen dort wohl erst ab dem 01. September.

roRo

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