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Zuckeraustauschstoffe für Diabetiker unnötig

Ernährung

Strenges Zuckerverbot für Diabetiker nicht nötig

Zuckerkranke sollen fette Wurst- und Käsesorten, Schokolade, Kuchen und Kartoffelchips weiterhin meiden. Sie sollen auch auf fettarme Milchprodukte zurückgreifen, beim Kochen Öle statt Butter verwenden, nicht zu salzig essen und Alkohol meiden.
Trotzdem hält das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ein strenges Zuckerverbot für unnötig. Für die Ernährung seien Diabetiker-Lebensmittel mit Zuckeraustauschstoffen unnötig.

Diabetes keine reine „Zuckerkrankheit“
Stellungnahmen, dass spezielle Lebensmittel für Diabetiker nich notwendig sind, hat es bereits öfters gegeben. Jetzt aber hat das BfR die volle Erklärung erstmals veröffentlicht. Demnach ist Diabetes keine reine „Zuckerkrankheit, sondern geht mit Störungen des Protein- und Fettstoffwechsels einher. Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselkrankheit: Der Körper produziert entweder kein Insulin mehr (Typ 1) oder die Zellen können es nicht mehr aufnehmen (Typ 2). In beiden Fällen gelangt der Zucker aus der Nahrung nicht mehr in die Zelle, steht nicht als Energielieferant zur Verfügung und reichert sich stattdessen im Blut an.
Neben normalen Blutzuckerwerten seien heute gute Blutfettwerte, normaler Blutdruck und normales Körpergewicht das Ziel der Diabetes-Therapie. Diese Ziele lassen sich auch durch eine ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung erzielen.
Auf dem ausgewogenen Speiseplan sollen demnach Obst, Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte stehen.
Damit sind auch spezielle Diabetiker-Lebensmittel überflüssig. „Vielmehr sollte eine einheitliche und erweiterte Nährwertkennzeichnung auf verpackten Lebensmitteln Diabetikern die Auswahl erleichtern“, fordert Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. Das käme auch allen anderen Verbrauchern zugute.

Lesestoff:
www.bfr.bund.de

roRo

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