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Abhängigkeit an fossilen Energien in der EU steigt

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… obwohl der Einsatz zurückgeht

Den Bedarf an Energie, der für die Deckung des gesamten Inlandsverbrauches notwendig ist, bezeichnen die Statistiker als Bruttoinlandsenergieverbrauch. Das Statistische Amt der EU Eurostat hat für 2015 die Menge von 1,626 Milliarden Tonnen Rohöleinheiten (RÖE) berechnet und damit einen Wert unterhalb des Verbrauchs von 1990 ermittelt. Vor 27 Jahren hat die EU noch 2,5 Prozent mehr verbraucht. Der bisherige Höchstverbrauch wurde 2006 mit 1,840 Milliarden Tonnen erzielt. 2015 liegt die EU ganze 11,6 Prozent drunter.

Fossile Rohstoffe wie Kohle, Kohleprodukte, Erdgas, abgeleitetes Gas und Mineralerzeugnisse sowie nicht erneuerbare Abfälle stellen noch immer den größten Anteil, wenn auch abnehmend. Ihr Anteil lag 1990 bei 83 Prozent und im Jahr 2015 bei 73 Prozent. Schweden, Finnland und Frankreich haben einen Anteil von weniger als 50 Prozent fossiler Brennstoffe. Zypern, die Niederlande, Irland und Polen nutzen sie mit über 90 Prozent.

Obwohl der Einsatz fossiler Rohstoffe zurückgeht, steigt die Abhängigkeit von ihren Importen. Das hängt mit der sinkenden Erzeugung innerhalb der EU zusammen. 1990 wurde pro Tonne in der EU erzeugter fossiler Brennstof eine Tonne zusätzlich importiert. Im Jahr 2015 ist das Verhältnis deutlich auseinander gegangen. Auf jede produzierte Tonne wurden drei Tonnen importiert.

Deutschland verbraucht mit 19 Prozent Anteil die meiste Energie in der EU. 2015 wurden 314 Millionen Tonnen RÖE verbraucht. Dahinter liegen Frankreich (253 Mio. t RÖE, 16 %), das Vereinigte Königreich (191 Mio. t RÖE und 12 %) Italien (156 Mio t RÖE, 10 %), Spanien (121 Mio. t RÖE, 7 %) und Polen (95 Mio. t RÖE, 6 %).

Trotz der großen Unterschiede ist der Anteil fossiler Energie am Bruttoinlandsenergieverbrauch in allen Mitgliedsstaaten rückläufig.

roRo

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