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Agrarchemie stark nachgefragt

Handel

Umsatzplus bei Pflanzenschutz und Mineraldünger

Der Markt für Pflanzenschutzmittel und Mineral­dünger in Deutschland ist im vergangenen Jahr gewachsen, berichtete am Dienstag der Industrieverband Agrar (IVA) auf seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt/M. Im Pflanzenschutzbereich steigerten die Anbieter ihre Umsätze im Jahr 2014 um 6,2 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro (2013: 1,506 Mrd. Euro); bei den Mineraldüngern stieg der Gesamtumsatz im selben Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf jetzt 3,096 Milliarden Euro (2013: 3,001 Mrd. Euro).

Pflanzenschutzmarkt 14/15

Der Herbizidumsatz wuchs 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf 679 Millionen Euro. Am deutlichsten stieg der Fungizidumsatz im Vergleich zum Vorjahr mit 10,8 Prozent von 611 Millionen Euro auf 677 Millionen Euro. Mit Insektiziden wurden 150 Millionen Euro umgesetzt, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (144 Millionen Euro) um 4,2 Prozent. Der Umsatz der „sonstigen“ Pflanzenschutzmittel wie beispielsweise Wachstumsregulatoren, Rodentizide (Mittel zur Bekämpfung von Nagetieren) und Schneckenmittel (Molluskizide) stieg um 20,5 Prozent auf 94 Millionen Euro.

Das starke Wachstum bei Fungiziden resultiert aus Preiseffekten und erhöhtem Krankheitsdruck bei den Pflanzen.

Der Weltpflanzenschutzmarkt erreicht mit 56,7 Milliarden Dollar ein deutliches Plus: 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf Euro-Basis entspricht dies einem Zuwachs von ebenfalls 4,5 Prozent auf nunmehr 42,7 Milliarden Euro. Die Anteile am Weltpflanzenschutzmarkt betragen für NAFTA (USA, Kanada und Mexiko) 17,3 Prozent, Lateinamerika 28,5 Prozent, Europa (EU 28) 24,5 Prozent, Asien 25,9 Prozent und die übrigen Regionen 3,8 Prozent.

Düngemittelmarkt 14/15

Der Absatz von Mineraldüngern hat in der Saison 2013/14 (Juli - Juni) im Vergleich zur Vorsaison aufgrund der überdurchschnittlichen Erträge insgesamt zugenommen. Der Stickstoffabsatz legte um knapp zwei Prozent auf nun 1,675 Millionen Tonnen Stickstoff (N) zu, während der Phosphatabsatz mit einem Verbrauch von 284.000 Tonnen P2O5 stabil blieb und der Kaliabsatz deutlich um fast neun Prozent auf 457.000 Tonnen K2O zulegte.

Der Inlandsumsatz mit einem Plus von 22 Prozent resultiert aus einem höheren Düngemittelabsatz von Kali und bei Stickstoff und Phosphor aus Preiseffekten. Dieses Wachstum hat das Minus im Export überkompensiert.

Während für die internationalen Düngemittelmärkte in den nächsten Jahren ein Verbrauchszuwachs von etwa zwei Prozent prognostiziert wird, ist in Deutschland als Folge der novellierten Düngeverordnung ein Rückgang nicht auszuschließen.

roRo / IVA

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