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Auch die Franzosen kaufen nach Preis

Handel

Beim Lebensmitteleinkauf sind die französischen Nachbarn nicht besser

Nach vorne hohe Umweltstandards unterstützen und hinten rum billig einkaufen: Der deutsche Konsument hat keinen guten Ruf. Das britische Marktforschungsunternehmen Kantar Worldpanel hat beim aktuellen Blick auf die andere Rheinseite gezeigt, dass die Franzosen kaum anders einkaufen.

Gesundheit und Umwelt stehen beim Lebensmitteleinkauf in den Top Five der Kundenwünsche. Bio liegt im Trend und auch die Franzosen wollen immer genauer wissen, woher ihr Essen kommt.

Die aktuelle Analyse aber zeigt: Auch die Gourmets von der Seine bis an das Mittelmeer blicken besorgt auf die Kapazitäten ihrer Geldbörsen. 63 Prozent der befragten Franzosen sind bereit, für gute Produkte mehr zu bezahlen. Aber 37 Prozent orientieren sich am ehesten nach dem Preis.

Immerhin hatte der Konsumententrend aus dem Jahr 2018, weniger, aber besser einzukaufen, eine spürbare Auswirkung auf den Lebensmittelmarkt. Das Volumen an der Ladenkasse sank landesweit um 1,2 Prozent.

Für den französischen Lebensmittelhandel ist die Situation genauso komplex, wie zwischen Rhein und Oder: Nachhaltigkeitsberichte sind gut und ehrenvoll, erzielen aber allein keinen wirtschaftlichen Erfolg. Auch der französische LEH fährt Sonder- und Rabattaktionen, um die Konsumenten in die Geschäfte zu locken.

roRo

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