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Bauern bekommen nur den geringsten Teil

Handel

Von jedem Euro bleiben den Bauern nur 26 Cent

Deutschlands Landwirte erhalten wieder einen geringfügig höheren Anteil an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel, der langfriste Trend zeigt aber nach unten. Von jedem Euro, den die Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2011 in ihrem Haushaltsbudget für Nahrungsmittel ausgaben, flossen 26,1 Cent an die Landwirte. Diese noch auf Schätzungen beruhenden Berechnungen hat nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes das in Braunschweig ansässige vTI-Institut für Marktanalyse und Agrarhandelspolitik vorgelegt. Die Autoren der Berechnungen sehen allerdings keine grundlegende Trendwende und weisen auf die langfristige Tendenz hin, wonach die Erzeugererlöse an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel inländischer Herkunft zurückgehen. Anfang der siebziger Jahre war der Anteil für die Landwirte mit etwa 50 Prozent noch doppelt so hoch wie heute. In den achtziger Jahren wurde erstmals die Marke von 40 Prozent unterschritten, nur zehn Jahre später blieb für die Bauern von jedem Euro umgerechnet nur noch knapp ein Drittel über. Den tiefsten Wert markiert das Jahr 2009 mit 20,8 Prozent. Nur noch gut zehn Prozent aller Ausgaben wenden private Haushalte für Nahrungsmittel auf, fast die Hälfte dieser Ausgaben geht an Gaststätten, Cafes oder Kantinen.

Der geringste Anteil an der Verbraucherausgaben verbleibt den Landwirten bei pflanzlichen Erzeugnissen, allen voran Brot beziehungsweise Brotgetreide. Hier sind es nach den Schätzungen der Braunschweiger Wissenschaftler nur noch sieben Prozent, Kartoffeln und Zucker dagegen liegen mit 29,1 beziehungsweise 23,7 Prozent etwa auf dem Durchschnittswert aller Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel. Deutlich höher liegen die Anteile mit 28,8 Prozent bei Milch und Milcherzeugnissen sowie 51,2 Prozent bei Eiern. Fleisch und Fleischwaren liegen mit 24,6 Prozent fast im Durchschnitt. Nicht mit berücksichtigt haben die Wissenschaftler Produktions- und Mitverantwortungsabgaben der Landwirte, die noch abgezogen werden müssen. Einige Verkaufsprodukte der Landwirte wie Futtergetreide, Gartenbauerzeugnisse oder Wein wurden nicht mit eingerechnet, auf der anderen Seite gilt dies für Nahrungsmittelausgaben im Außer-Haus-Verzehr.

LPD

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