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Belgische Birnen gehen vermehrt nach China

Handel

Belgische Birnen haben neuen Absatzmarkt gefunden

Noch immer dient das Russland-Embargo als Markthemmnis für die Obst- und Gemüsebranche. Doch so tief das Embargo auch getroffen hat, so realpolitisch aussichtslos sind die Durchhalteparolen für ein Ende des Embargos. Neue Märkte brauchen Zeit, sich zu entwickeln. Belgien hat das für seine Birnen geschafft.

Weil der internationale Wettbewerb mit polnischen Äpfeln hart ist, sind Obstbauern aus Flandern schon seit einiger Zeit dabei, Apfelplantagen durch Birnenbäume zu ersetzen. Allein im Jahr 2014 sind 104 Hektar Apfelbäume verschwunden und wurden Birnbäume auf 73 Hektar neu in Produktion genommen.

Der Birnensektor ist nach Auskunft des flämischen Bauernverbandes in den letzten Jahren um 170 Prozent angestiegen und hat 2014 mit 8.068 Hektar die Apfelplantagen mit 6.187 Hektar auf Rekordniveau übertroffen.

Das Flämische Zentrum für Agrarmarketing hat in diesem Jahr seine Marketingaktivitäten deutlich erhöht und mit China, Japan, Kanada und Dubai neue Märkte erobern können. Allein nach China hat sich das Exportvolumen von 5.050 Tonnen im Jahr 2011 auf 15.472 Tonnen im Jahr 2014 verdreifacht. Die flämische Birne ist derzeit auf dem Weltmarkt nahezu konkurrenzlos und beschert den Betrieben ein Einkommensplus in Höhe von 20 Prozent. Derzeit suchen die Obstbauern auf ihren Plantagen ein ausgewogenes Anbauverhältnis von Äpfeln und Birnen. Landwirte die ganz auf Birnen verzichten sind mit einem Anteil von 20 Prozent in der Minderheit.

roRo

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