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Beschäftigung: Ja – Ausbildung: Nein

Handel

Dem Handel fehlen qualifizierte Bewerber

In dieser Woche hat HDE-Geschäftsführer Stefan Genth erneut auf das „Jobwunder“ des deutschen Handels hingewiesen. Im letzten Jahr sind nach Angaben des Deutschen Handelsverbandes (HDE) 31.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. „Dabei ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Branche um fast 43.000 Stellen gestiegen, während die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse erneut um fast 12.000 zurückgegangen sind.“ Genth wehrt sich gegen Behauptungen, dass der Handel mit prekären Beschäftigungsformen sozialversicherungspflichtige Arbeit verdrängt.

Allerdings fehlt es dem Handel an Auszubildenden. Hauptgrund nach einer Unternehmerumfrage sind die unzureichenden schulischen Qualifikationen der Bewerber. HDE-Bildungsexpertin Katharina Weinert mahnt die Schulen, ihren Verantwortungen gerecht zu werden „und den Jugendlichen das nötige Rüstzeug für den Einstieg in das Berufsleben mitzugeben.“ Es gebe aber auch immer weniger Bewerber. Zum einen durch den demografischen Wandel, zum anderen, weil immer mehr nach dem Abitur studieren wollen. Dabei geraten die „sehr guten Entwicklungsperspektiven mit einer Ausbildung und Fortbildung im Handel“ ins Abseits. Mehr als 80 Prozent der Führungskräfte im Handel kommen aus dem eigenen Nachwuchs.

Die Firmen nennen zu 48 Prozent mangelnde Schulqualifikation als Haupthemmnis für die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen. 38 Prozent der Firmen sind falschen Vorstellungen der Jugendlichen vom Beruf ausgesetzt, lediglich 19 Prozent fürchten die hohen Kosten und den Zeitaufwand. Gar keine Hemmnisse haben nur sechs Prozent der Unternehmen angegeben.

roRo

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