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Biobranche fordert mehr Biolandwirtschaft

Handel

Bio-Resolution an Gerda Verburg

Gerda VerburgIm Rahmen der BioFach überreichten heute Vormittag Vertreter der Biobranche einen Aufruf an die niederländische Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg. Mit dem Aufruf soll die ökologische Landwirtschaft für Erzeuger, Händler und Verbraucher gestärkt werden.

Schlüssel Biolandwirtschaft
In dem Aufruf heißt es, dass die biologische Landwirtschaft der Schlüssel für die Lösungen in den Bereichen Klima, Umwelt, Wirtschaft und Armut sei. Rund um den Erdball müsse daher die ökologische Landwirtschaft gestärkt werden. Mit diesem Aufruf wenden sich die Mitglieder der International Association for Partnership (IAP), einem Zusammenschluss von internationalen und namhaften Erzeugern und Herstellern der Biobranche, an die Öffentlichkeit. Dazu zählen auch die deutschen Firmen Lebensbaum und Alnatura. Die Hersteller sind der Meinung, dass das bisherige Modell der konventionellen Lebensmittelproduktion die Umwelt dramatisch belastet. Gleichzeitig sei es nicht in der Lage, die wachsende Armut und Mangelernährung zu bekämpfen.
Dem gegenüber biete die ökologische Landwirtschaft folgende effiziente Ansätze:

Treibhausgase einsparen und im Boden binden
Bodenfruchtbarkeit ausbauen
Biodiversität erhalten und fördern
Begrenzte Ressourcen wie Boden, Wasser
und fossile Brennstoffe bewahren
Gesundheit durch gesunde Lebensmittel fördern, die ohne
Einsatz von schädlichen Pestiziden erzeugt werden
Vermeidung von Landflucht und eine gerechtere
Verteilung von Wohlstand

Zur Erreichung dieser Ziele ruft die IAP auf, die Landwirtschaft auf die biologische Produktionsweise umzustellen, diese mit geeigneten Preisstrukturen zu fördern und Gesetze zur Förderung der ökologischen Produktionsweise zu schaffen. Generell soll der Konsum ökologischer Produkte gefördert werden.

NachhaltigkeitsblumeDie Nachhaltigkeitsblume
Gleichzeitig enthüllte Gerda Verburg ein neues Siegel für umfassende Nachhaltigkeit. Das Siegel wird zunächst als Pilotprojekt von der niederländischen Stiftung Nature & More Foundation geführt. Das Siegel trägt einen Code des Produktes, den die Konsumenten im Internet auslesen können. Nature & More bezeichnet das als „Transparenzkommunikation“. Vorstandsvorsitzender Volker Engelsmann: „Mit dem aktuellen Projekt gehen wir noch einen Schritt weiter. Die Nachhaltigkeitsblume bringt die sozialen und ökologischen Kompetenzen von Herstellern weltweit in ein übersichtliches, grafisch ansprechendes Bild.“

Roland Krieg (Foto: roRo; Logo: Nature & More)

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