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Biokraftstoffzertifizierung

Handel

EU führt Biokraftstoffzertifizierung ein

Am Donnerstag hat die EU-Kommission Anforderungen festgelegt, Biokraftstoffe zu zertifizieren. Damit hat sie Nichtregierungsorganisationen und Regierungen ermutigt, entsprechende Systeme einzuführen. Das ist ein Beitrag zur Umsetzung der EU-Anforderungen, nach denen Biokraftstoffe in erheblichem Maße zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen müssen und nicht aus Wäldern, Feuchtgebieten und Naturschutzgebieten stammen sollten. EU-Energiekommissar Günther Oettinger: „In den kommenden Jahren werden Biokraftstoffe die wichtigste Alternative zu den Otto- und Dieselkraftstoffen im Verkehrssektor sein, auf den mehr als 20 Prozent der Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union entfallen. Wir müssen sicherstellen, dass die verwendeten Biokraftstoffe auch nachhaltig sind.“ Die Auswirkungen werden international sein, da die Auflagen auch für Importe gelten.

Grundlagen
Eines der Hauptkriterien ist die Kontrolle von unabhängigen Prüfern. Sie sollen die gesamte Herstellungskette vom Landwirt, über die Mühle bis zum Händler und Kraftstofflieferanten überprüfen. Die Biokraftstoffe dürfen nicht aus Rohstoffen stammen, die aus tropischen Wäldern oder von vor kurzem entwaldeten Flächen stammt. Sie dürfen nicht aus entwässerten Torfmooren, Feuchtgebieten oder Flächen mit großer biologischer Vielfalt stammen. Nach Ansicht der EU können damit keine Ölpalmenplantagen keine nachhaltigen Biokraftstoff erzeugen, wenn sie durch eine Umwandlung von Wäldern entstanden sind.

Zwei Systeme in Deutschland
In Deutschland sind mittlerweile zwei Systeme anerkannt: Die schon länger anerkannte Zertifizierung durch ISCC und die zu Beginn des Jahres gegründete Zertifizierungsalternative REDcert, die vor kurzem die Anerkennung durch die BLE erhielt.

roRo

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