Menü

Branchenkommunikation überdenken

Handel

Kommunikation: Systemischer Ansatz der Komplexreduktion

Noch nie waren die Lebensmittel so sicher wie heute. Doch jede Krise nährt grundlegende Zweifel beim Verbraucher und setzt die Branche ins schlechte Licht. Drei Jahre nach Ende der CMA müsse die Branchen-kommunikation überdacht werden. Einen überzeugenden Nachfolger hat das Agrar- und Ernährungsgewerbe noch immer nicht gefunden, sagte Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer von Qualität und Sicherheit (QS) auf dem Frische-Fleisch-Forum der Grünen Woche. Die Wertschätzung der Branche müsse verbessert werden.

Information und Nachrichten

Nichtregierungsorganisationen verstehen das Geschäft der „Komplexreduktion“, der die Branche Sachargumente entgegen stellen will. Informationen hinter einem Gütesiegel zu vermitteln hätten in der letzten Zeit jedoch wenig funktioniert. Außerdem reagiere die Branche erst, wenn es „zu spät“ ist. Der Tipp von Dr. Nienhoff: „Jedes ignorierte Thema ist eine mögliche Krise!“.
Um das Verbrauchervertrauen wieder zu erlangen, müssen Informationen zu Nachrichten werden, damit sie eine lange Haltbarkeit haben und auch wahrgenommen werden. Die Aufgabe könne nur zusammen mit dem Lebensmittelhandel gemeistert werden, so Dr. Nienhoff. Der Handel muss letztlich die Botschaft transportieren.
Zu Beginn der Fruit Logistica am 08. Februar wird QS das neue Portal QS-Live freischalten. Für das auf drei Jahre angelegte Projekt zur Qualitätssicherung wird zur Hälfte von der EU finanziert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf drei Millionen Euro.

Roland Krieg (Text und Foto)

[Sie können sich alle Artikel über die diesjährige Grüne Woche mit dem Suchbegriff „IGW-12“ anzeigen lassen]

Zurück