Brandenburg erneuerbar
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BB: Tack legt Entwurf für die Energiestrategie 2030 vor
Mit der Energiestrategie 2030 will Brandenburg hohe klimapolitische Ziele erreichen. Sie orientieren sich an dem Zwei-Grad-Ziel. Die CO2-Emissionen im Land sollen um 72 Prozent reduziert werden. deutlich mehr als die Bundesrepublik mit 55 Prozent. Bilanziell will Brandenburg seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien selbst decken.
Herausforderungen
Bis dahin müssen nach Umweltministerin Anita Tack sowohl Speichertechnologien als auch die Systemintegration für Energie aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse massiv vorangetrieben werden. Im Einzelnen:
Der Endenergieverbrauch soll bis 2030 um 23 Prozent sinken, das entspricht durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr. Der Primärenergieverbrauch soll um 22 Prozent sinken.
Die erneuerbaren Energien sollen bis 2030 einen Anteil von mindestens 35 Prozent am Primärenergieverbrauch haben, am Endenergieverbrauch soll der Anteil 50 Prozent betragen.
Der Netzausbau und die Entwicklung der Speichertechnologien müssen verstärkt werden, um die Systemintegration der erneuerbaren Energien zu gewährleisten.
Um den sozialverträglichen Umbau der Energieversorgung und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, soll die zunächst Braunkohleverstromung effizient und CO2-arm fortgesetzt werden.
Die CO2-Emissionen sollen bis 2030 um 72 Prozent (auf 25 Mio.Tonnen gegenüber dem international üblichen Referenzjahr 1990) gesenkt werden.
Forschung und Entwicklung in den Themenfeldern Energie und Klima werden auch weiterhin nachdrücklich unterstützt.
Die transparente Informationspolitik wird fortgesetzt, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Regionen soll gestärkt werden.
Beschäftigung und Wertschöpfung sollen im Rahmen der Energiewende stabilisiert werden.
Tack: „Mit dem
Entwurf für die „Energiestrategie 2030“ haben wir eine energiepolitische
Programmatik festgelegt, die der Verantwortung Brandenburgs für die nationale
Versorgungssicherheit und den Klimaschutz gerecht wird. Wenn man die
Zielstellungen der Bundesregierung mit den Zielen unseres Entwurfes vergleicht,
wird deutlich, dass Brandenburg einen überproportionalen Beitrag zu den
nationalen Zielvorgaben leistet.“
Der Entwurf
wurde diese Woche im Landtag vorgestellt und den Beteiligten aus
Energiewirtschaft, Industrie und Zivilgesellschaft zugeleitet. Bis Mitte
Februar haben sie Gelegenheit, eine Stellungnahme abzugeben.
roRo