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Bremer Biomüll geht nach Osnabrück

Handel

Ausschreibung erhöht Transportwege

Der Strecke zwischen Bremen und Osnabrück ist 122 Kilometer lang. Demnächst fahren pro Tag drei Lkw mit Biomüll diese Strecke und wieder zurück. Nachdem die Entsorgungsverträge für Sammlung und Verwertung von Biomüll in Bremen ausgelaufen sind, wurden die Aufgaben neu ausgeschrieben. Die kommunale Entsorgungsanlage am Bremer Standort Fahrwiesendamm kommt nicht mehr zum Zuge. Der Entsorgungspezialist Remondis hat die Ausschreibung gewonnen und fährt den Biomüll in die Vergärungsanlage nach Osnabrück. Das sind rund 1.000 Lkw im Jahr, die über die Autobahn A1 jetzt 122 km weit fahren müssen.

Der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion Nelson Janßen  kritisiert die Pläne – allerdings nicht die weite Fahrstrecke, sondern die notwendige Zwischenlagerung in Bremen. Bei Westwind würden die Emissionen in die Wohngebiete wehen. Das Zwischenlager im Oslebshausener Industriehafen belästigt die Bewohner bereits mit seinen Entsorgungsanlagen. Jetzt kommen noch Biomüll und Verbrennungsrückstände aus dem Klärschlamm dazu, bevor diese in Osnabrück vergoren werden.

roRo

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