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Bündelungskommission Milch gegründet

Handel

Internationale Bündelungskommission Milch gegründet

Das MEG Milch Board aus Deutschland hat zunächst mit dem France Milkboard und der belgischen MIG Milcherzeuger Interessengemeinschaft in Brüssel die Internationale Bündelungskommission der Milcherzeuger gegründet. Nach Sieta van Keimpena, Vizepräsidentin des European Milk Boards, sollen die Möglichkeiten der Milchbündelung für die Erzeuger ausgelotet und genutzt werden. Die Kommission wird Informationen zwischen den Ländern austauschen und Modellverträge ausarbeiten und bei grenzüberschreitenden Erzeugerorganisationen helfen. Die Kommission soll aber auch bei der EU „die noch bestehenden Probleme im Milchpaket benennen und die Politzik vehement zur Behebung dieser Nachteile aufrufen“, ergänzt Paul de Montvalon vom France Milkboard.

Positiv sei, dass durch eine einheitliche Regeleung Erzeugerorganisationen auch in den Länder entstehen können, wo es vorher nicht erlaubt gewesen ist. Außerdem dürfen sich die Bauern grenzüberschreitend zusammenschließen, um gegenüber Molkereien und Handel mehr Marktmacht aufzubauen. Angesichts der von Arla gestarteten neuen Fusionswelle dürfen die Milchbauern nicht benachteiligt werden.

Nachteilig ist aus Sicht des Milch Boards, dass Genossenschaftsmilch nicht berhandelt werden darf. Den Genossenschaftsbauern bleibe die Chance auf einen fairen Milchpreis verwehrt. Offen ist derzeit auch noch die Doppelmitgliedschaft. So sollten Bauern sowohl einer Genossenschaft als auch einer verhandelnden Erzeugerorganisation angehören dürfen.

roRo

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