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Bürger finanzieren Windpark

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Bürgerwindparks erhöhen die Akzeptanz

Bayerns Forstminister Helmut Brunner setzt bei der Energiewende auf Bürgerwindparks. „Die Akzeptanz von Windenergieanlagen hängt entscheidend davon ab, ob sich die Menschen vor Ort finanziell an den Anlagen beteiligen und direkt davon profitieren können“, sagte Brunner bei Dürrwangen, wo derzeit die erste als Bürgermodell konzipierte Windenergieanlage im Staatswald entsteht. Der Minister bezeichnete die Anlage als „Musterbeispiel“ eines Bürgermodells: 130 Einwohner der Marktgemeinde haben die Gesellschaft „Bürgerwindenergie Dürrwangen“ gegründet und übernehmen mit 3,5 Millionen Euro Eigenkapital rund 30 Prozent der Investitionskosten. Solche Beteiligungsmodelle sind laut Brunner der „Königsweg der Energiewende“, weil sie aus Betroffenen Beteiligte machen. Sie sorgen dem Minister zufolge zudem dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und tragen damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zum Erhalt vitaler ländlicher Räume bei.

Die Dürrwanger Anlage soll bereits im kommenden Februar ihren Betrieb aufnehmen. Die drei Windräder werden dann Strom für rund 3 800 Haushalte liefern und jährlich etwa 9 700 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen. Insgesamt ist der Windpark Dürrwangen bereits der dritte im Staatswald. Gerade der Wald bietet laut Brunner als Standort für Windräder oft Vorteile wie großzügige Abstände zur Wohnbebauung, gute Erschließung mit Forstwegen und vergleichsweise geringe Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Zudem sei es möglich, den Wald nahezu uneingeschränkt weiter zu bewirtschaften. Der Minister sieht beim Ausbau der Windkraft in Bayern große Potenziale: Nach seiner Meinung kann der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in den nächsten Jahren von derzeit 0,7 Prozent auf das Zehnfache gesteigert werden.

StMELF

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