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DIW fordert Europäische Koordination

Handel

Wirtschaft vor großer Herausforderung

Das öffentliche Leben ist stark zurückgegangen. Viele Geschäfte, die nicht unbedingt zum Leben notwendig sind, sind geschlossen, Kurzarbeit ist angesagt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) spricht heute von wirtschaftlichen Schockwellen auf den Seiten für Angebot und Nachfrage. Aufgrund fehlender Vorleistungsgüter müssen viele Industriebetriebe ihre Produktion zurückfahren. Damit sinkt die Nachfrage nach Dienstleistungen und Investitionsgütern.

Das DIW hat verschiedene Szenarien berechnet. Bei einer schnellen Normalisierung wird die Wirtschaft dennoch in den beiden nächsten Quartalen in Mitleidenschaft gezogen. Ein Rückblick auf die SARS-Epidemie zeigte eine schnelle Erholung, schon für die zweite Jahreshälfte.

Zieht SARS-CoV-2 größere Kreise und Krisen nach sich, wird die Exportindustrie Deutschlands langfristig betroffen. Selbst wenn der Höhepunkt der Epidemie vorbei ist. Das würde die Abwärtsdynamik sogar noch beschleunigen und eine Erholung verlangsamen.

Den wirtschaftlichen Auswirkungen sollte „schnell und massiv“ entgegengetreten werden, teilt das DIW mit. Die Zentralbanken in den USA und der EU haben weitreichende Schritte unternommen. Mindestens genauso gefragt sei die Finanzpolitik zur Sicherung der unternehmerischen Liquidität. Dies ist ein wichtiger Schritt gegen Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste.

Auf der Nachfrageseite sollte die Bundesregierung den Konsum ankurbeln. Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags wäre eine Möglichkeit für die Erhöhung der Ausgaben. Am wichtigsten ist aber die europäische Koordinierung für den Binnenmarkt.

roRo

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