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Edeka liebt es

Handel

Wertvolle Lebensmittel

> Der seit Wochen im TV über den Parkplatz sprintende Azubi, der es noch schafft die Lebensmitteltaschen auf dem Rücksitz des davonfahrenden Kunden mit einem Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz festzuschnallen drückt es am Besten aus: Lebensmittel haben einen Wert und sind zu beschützen.
Seit Mitte März hat die Edeka mit einer frischen Werbekampagne ein Ernährungsthema angepackt und setzt auf Regionalität, Frische und Qualität. Die Edeka-Gruppe verkauft die meisten Markenartikel in Deutschland und ist größter Vermarkter regionaler Produkte. Helmut Hörz im Vorstand für Einkauf und Marketing zuständig: "Wir werden die regionalen Sortimente weiter ausbauen. Die Kunden möchten nicht nur Importware, sondern den Salat aus der Pfalz auch in der Pfalz oder in Hamburg die Äpfel aus dem Alten Land. Aus der Region für die Region: Mit dieser Unternehmenspolitik sichern wir die Existenz von mittelständischen Herstellern und damit Arbeitsplätze."

Lebensmittel sind mehr wert
Das die Edeka mit einer heiteren Imagekampagne Lebensmittel bewirbt, freut auch den Deutschen Bauernverband (DBV). Der DBV führt selbst die Kampagne "Lebensmittel sind mehr wert!", um auf die Dauerfolgen von Niedrigpreisen aufmerksam zu machen. Speziell für Milch will der DBV dass Bewusstsein beim Verbraucher schärfen, dass die "Geiz-ist-geil-Mentalität" die Umwelt belastet sowie Arbeitsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft gefährdet.

Unsichere Erzeugererlöse
Das Institut für Markanalyse und Agrarhandelspolitik der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig hat vor kurzem die Erzeugererlöse an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel neu berechnet. Den Erlösen für die wichtigsten Produkte wie Eier, Milch, Getreide oder Schlachtvieh werden die Ausgaben der Verbraucher entgegengestellt. Damit kann die FAL eine Analyse des Preisbildungsprozesses durchführen.
Die aktuell für das Wirtschaftsjahr 2003/2004 durchgeführten Berechnungen weisen mit Ausnahme des Bereiches Eier eine Erhöhung des Anteils der Erzeugererlöse auf. Über alle erfassten Produktgruppen hinweg stieg der Anteil leicht mit 1,3 Prozentpunkten auf 25,6 Prozent an.
Langfristig allerdings sinkt der Anteil der Erzeugererlöse an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel inländischer Herkunft. Lag dieser Anteil in den 1950er Jahren noch bei 50 Prozent so sind es nun weniger als 26 Prozent. Gründe sieht die FAL in der vermehrten Nachfrage nach komplementären Sach- und Dienstleistungen und die zunehmende Differenzierung der Verbraucherwünsche.
Kurz vor Ostern schockten die Discounter erneut die Branche, indem Aldi und Lidl die Preise für Freilandeier um 30 Prozent senkten. Die Vermarkter sehen darin eine ruinöse Entwicklung und hoffen, so die Lebensmittelzeitung, "dass die neuen Preise nicht von Dauer sind". Aldi macht Druck, weil er 2004 einen Absatzrückgang bei Eiern um 1 Prozentpunkt hinnehmen musste.

Edeka
Die Edeka-Gruppe ist mit 31,35 Milliarden Euro Umsatz und 9.000 Märkten Marktführer im deutschen Lebensmittelhandel. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 200.000 Mitarbeiter und bildet über 10.000 Auszubildende aus. Bei Edeka Südwest entfallen bereits mehr als 50 Prozent des Umsatzes auf "ortsverbundene Hersteller". In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland stehen in den Märkten bereits Ernährungsberaterinnen den Kunden mit Rat und Tat zur Seite.
Auf der Herbsttagung des Bund de ökologischen Lebensmittelwirtschaft stellte Edeka Geschäftsführer Dieter Jungjohann bereits seine Philosophie über den Lebensmittelhandel vor (Herd-und-Hof.de 26.11.2004).

VLE

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