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G20-Energieminister wollen mehr neue Energien

Erstmals trafen sich im Rahmen der G20-Länder die Energieminister auf einem gesonderten Gipfel in der Türkei. Das am 01. und 02. Oktober durchgeführte Treffen bereitete den Energiefahrplan der G20-Länder vor, der auf dem nächsten G20-Treffen unter türkischer Präsidentschaft am 15. und 16. November verabschiedet werden soll.

Die G20-Länder summieren rund 75 Prozent des Potenzials erneuerbarer Energien und 70 Prozent der Investitionssumme auf sich. Daher spielen die G20-Länder für den Ausbau der neuen Energien eine wesentliche Rolle, hieß es auf dem Forum.

Zugang zu Energie für alle, Rahmenbedingungen für bessere Investitionen in Energie sowie Energieeffizienz standen auf der Agenda der Minister. Weltweit haben mehr als 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Elektrizität und 2,6 Milliarden Menschen kochen und heizen mit Biomasse in offenen Feuern, was zu Gesundheits- und Umweltschäden führt. Vor der größten Herausforderung steht Afrika südlich der Sahara, wie eine Sondersitzung am 01. Oktober beschied. Den kürzlich verabschiedeten Sustainable Development Goals wird eine tragende Rolle für die künftige Energieversorgung zugesprochen. Die G20-Länder wollen daher mit den afrikanischen Ländern besonders eng zusammenarbeiten.

In den nächsten fünf Jahren werden neue Energien für die Elektrifizierung der Gesellschaft die bedeutendste Rolle spielen, schreibt die Internationale Energieagentur IEA, die zum Ministertreffen in der Türkei den Energie-Ausblick bis 2020 veröffentlichte. Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für die weltweite Energieversorgung, sagte IEA-Direktor Fatih Birol. Doch gebe es keine Zeit, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Der zusätzliche Bedarf in den nächsten fünf Jahren liegt bei 700 Gigawatt, dem doppelten des jährlichen Energiebedarfes Japans. Die Hälfte soll aus Wind und Sonne stammen. Erleichtert wird diese Perspektive, weil in vielen Ländern der Preis für die Erzeugung neuer Energien sinkt. Das gilt für Brasilien, Indien, den Mittleren Osten, Südafrika und den USA. Hingegen steht Afrika südlich der Sahara vor eigenen Herausforderungen.

Lesestoff:

Die kostenfreie Zusammenfassung der Studie finden Sie unter www.iea.org

Roland Krieg; VLE

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