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Entwicklungshilfe findet breite Unterstützung

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Entwicklungstage EU

Eurobarometer hat europäische Bürger nach ihrer Einstellung zur Entwicklunsghilfe befragt. Demnach sind 85 Prozent der Meinung, dass trotz Wirtschaftskrise die Entwicklungshilfe weiter finanziert werden soll. Fast jeder zweite ist sogar für die Aufstockung der Hilfe, um Menschen aus der Armut zu holen. Für eine Aufstockung plädiert eine Mehrheit in Schweden, Dänemark und Österreich. Die meisten Befürworter für eine Kürzung leben in Bulgarien, Slowenien und Griechenland.

Europas Bürger machen jedoch einen Unterschied zwischen Entwicklungsländern und Schwellenländer. Letztere haben offenbar eine Wirtschaftskraft entfaltet, die nicht mehr zusätzlich unterstützt werden muss.61 Prozent der Befragten meint, die Entwicklungshilfe solle auf fragile Staaten fokussiert werden. Brasilien, China und Indien sollten keine weiteren Zahlungen mehr erhalten.

Neben der staatlichen Hilfe sollten private Unternehmen eine wichtige Rolle in der Entwicklung einnehmen, wobei 81 Prozent der Befragten eine hohe moralische und ethische Messlatte an die Geschäfte angelegt wissen will. Vorteile beim privaten Engagement sehen die Europäer in der Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum.

Über den Kauf von fair gehandelten Produkten sind 44 Prozent der Europäer bereit, direkt mehr Geld den Erzeugern zukommen zu lassen. Allerdings sind das drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die sinkende Bereitschaft ist in Osteuropa und den mediterranen Ländern zu finden.

Die Ergebnisse der Umfrage sind für EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs ein Indiz, den EU-Entwicklungsetat im nächsten Budget für die Jahre 2014 bs 2020 nicht zu kürzen.

Lesestoff:

Die Ergebnisse finden Sie unter http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/eb_special_399_380_en.htm#392

roRo

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