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EU-Agrarexporte auf Rekordhöhe

Handel

Der Mai erfreut Exporteure

Der Mai hat mit 11,5 Milliarden Euro einen neuen Vier-Jahres-Rekord bei Agrarexporten aus der EU hervorgebracht. Das sind nach den aktuellen Zahlen der Kommission 923 Millionen Euro mehr als im Vorjahresmai.

Die meisten Steigerungen haben die Exporte in die USA (+ 122 Mio.), China (+ 105), Japan (+ 88), aber auch Russland mit einem Plus von 75 Millionen Euro verursacht. Gleichzeitig fielen die Exporte nach Nordafrika. Der Handel mit Marokko verzeichnet ein Minus von 80, der mit Algerien von 37 und mit Ägypten von 33 Millionen Euro.

Produktbezogen lagen Wein, Babynahrung, Fette und Milchpulver ganz vorne. Weizen fiel hingegen den dritten Monat infolge und musste ein Minus von 246 Millionen hinnehmen.

Ein Plus verzeichnet aber auch der Import. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden Waren zusätzlich für 1,247 Milliarden oder 13 Prozent importiert. Das meist kam aus den USA, Indonesien, der Ukraine und Australien. Die Länder verraten es: Es ging besonders um Ölsaaten und Palmöl.

JEFTA im Blick

Die EU und Japan haben sich politisch auf ein Handelsabkommen geeinigt [1]. Im Bereich der Agrarprodukte öffnet sich Japan so weit wie nie zuvor. Damit kann die EU zum wichtigsten Handelspartner in diesem Segment werden. Aktuell ist die EU Nettoexporteuer nach Japan. Der Handelsüberschuss betrug 2016 rund 5,46 Milliarden Euro.  Japan ist der viertwichtigste Exportmarkt für die EU und legt derzeit jährlich 3,9 Prozent zu. Umgekehrt importiert die EU mit 311 Millionen Euro nur einen kleinen Teil der Agrarimporte aus Japan (0,3 Prozent Anteil). Seit 2006 steigt dieser jedoch jährlich um 9,4 Prozent.

Nach Japan wird hauptsächlich Schweinefleisch verkauft (21 Prozent Anteil), Weine (13 Prozent sowie Tabakwaren (sechs Prozent). 17 Prozent der Importe aus Japan sind Saucen und Spirituosen (12 Prozent).

Lesestoff:

[1] Ja zum JEFTA: https://herd-und-hof.de/handel-/jefta.html

roRo

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