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EU-Brief an AB InBev im Kartellfall

Handel

EU: AB InBev steuert Biermarkt in Belgien

Biermarkt mit Hindernissen

Jupiler und Leffe sind die beliebtesten Biermarken in Belgien. Die weltweit größte Brauerei AB InBev produziert die Biersorten aber auch für den französischen und niederländischen Markt. Dort sind Jupiler und Leffe im Rahmen des Wettbewerbs preiswerter als in Belgien. Für belgische Supermärkte und Händler durchaus eine Frage, woher sie die die beiden Biere beziehen: aus den Nachbarländern oder von AB InBev in Belgien?

Das weiß auch die Brauerei und hat Hürden für Importe aus den Nachbarländern aufgestellt, was 2016 zu einem Kartellverfahren bei der EU geführt hat. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Doch EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat am Donnerstag der Brauerei in einem Brief die vorläufige Auffassung der EU mitgeteilt.

Seit mindestens 2009 habe AB InBev Verpackungen von Jupiler und Leffe-Dosen in den Niederlanden und in Frankreich so verändert, dass sie in Belgien schwerer verkauft werden können. So wurde in den Niederlanden der französische und in Frankreich der niederländische Text durchgestrichen. Damit fehlten im französischen und niederländisch sprechenden Teil Belgiens Verbraucherinformationen.

Außerdem habe AB InBev den Zugang niederländischer Händler zu Sonderangeboten begrenzt, damit sie das preiswertere Bier nicht nach Belgien verkaufen.

Sollten sich diese Praktiken belegen lassen, fällt das Urteil gegen die Brauerei aus.

roRo; Grafik: EU-Kommission

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