EU-Handel: Ghana und Südkorea

Handel

EPA Ghana und zehn Jahre Südkoreahandel

Ghana

Mit dem westafrikanischen Staat hat die EU bereits 2007 eine Ökonomische Übergangspartnerschaft (iEPA) vereinbart. Ghana hat diese aber erst 2016 ratifiziert. Seitdem garantiert die EU ghanaischen Exporten einen zollfreien Marktzugang zu ihrem Binnenmarkt. Am 01. Juli dieses Jahres war es an Ghana, dem Abkommen zu folgen und hat für rund 80 Prozent der EU-Exporte die Zollsätze ausgesetzt. Davon profitieren Zwischenprodukte und Maschinen, die Ghana für die eigene wirtschaftliche Entwicklung gebrauchen kann, heißt es von der EU-Kommission. Durch möglichen technischen Fortschritt würden heimische Produkte wettbewerbsfähiger für die Integration der Industrie in internationale Wertschöpfungsketten.

Zusätzlich gibt die EU finanzielle Hilfe für eine Reform des Steuersektors, eine Verbesserung des politischen Umfelds für Unternehmen und eine Unterstützung für ein Wachstum des produktiven Sektors. Für die EU ist die iEPA ein Puzzleteil für die allgemeine Unterstützung der Westafrikanischen Wirtschaftszone (ECOWAS).

Südkorea

Am gleichen Tag feierte das Handelsabkommen mit Südkorea sein zehnjähriges Jubiläum. Der Handel zwischen den beiden Regionen ist seitdem um die Hälfte angestiegen und erreicht aktuell rund 110 Milliarden Euro. Im Bereich der Güterwirtschaft ist das Handelsvolumen um 46 Prozent angestiegen und liegt rund doppelt so hoch, wie bei Ländern ohne ein Wirtschaftsabkommen. Die EU stellt mit 37 Prozent den größten Anteil an ausländischen Direktinvestitionen.

Das Abkommen mit Südkorea ist das erste, bei dem die EU ein Nachhaltigkeitskapitel ausgehandelt hat.  Im Agrarsektor hat sich der Export nach Südkorea bei Wein verdreifacht, bei Olivenöl verdoppelt und Käse sogar versechsfacht.

roRo

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