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EU-Indien-Gipfel in New Delhi

Handel

Verzahnen, aber noch kein Freihandelsabkommen

EU-Indien Gipfel
Donald Tusk, Präsident Europäischer Rat, Indiens Premierminister Narendra Modi und Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker (v.l.

Für ein Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU sind die Delegationen beider Seiten am 06. Oktober keinen Schritt weiter gekommen. Das schwelt seit 2007 und hat auch das 14. Gipfeltreffen überdauert. Dennoch vertiefen die Gipfeltreffen die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden weltgrößten Demokratien, wie sie von der für EU-Außenbeziehungen zuständigen Federica Mogherini bezeichnet wurden. Damit haben beiden Ökonomien einen weiteren Schritt in Richtung geplantes Freihandelsabkommen gemacht [1].

Der bilaterale Handel umfasst rund 100 Milliarden Euro. 77 Milliarden davon resultieren aus dem Warenhandel und 23 Milliarden aus dem Handel mit Dienstleistungen. Die EU ist Indiens größter Handelspartner und Indien steht auf der Handelsliste der EU auf Platz neun.

Die Europäische Investitionsbank gewährte das bislang größte Darlehen in Indien mit 500 Millionen Euro für den Bau einer neuen U-Bahn in Bangalore und dem Erwerb von 96 neuen Zügen. Beide Seiten wollen in den Bereichen der Kreislaufwirtschaft enger zur Einsparung von Ressourcen zusammenarbeiten.

Im Rahmen der im letzten Jahr verabschiedeten Wasserpartnerschaft stellt die EU 30 Millionen Euro für die Leitinitiative Wasserforschung bereit.

Neben Migration und internationale Sicherheit wurde eine Abschlusserklärung für saubere Energie unterzeichnet. Darin wird auf der Basis des Pariser Klimaabkommens die gemeinsame Solarinitiative intensiviert und über Arbeitsgruppen eine höhere Energieeffizienz eingeleitet. Indien will eine Reform der Verwaltung für die Integration erneuerbarer Energien einleiten.

Lesestoff:

[1] 13. EU-Indien Gipfeltreffen: https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/eu-indien-wasserpartnerschaft.html

Roland Krieg; Foto: EU-Kommission

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