EU-Parlament will Emissionen weiter reduzieren
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EU-Umweltausschuss plädiert für 60 Prozent weniger THG
Der Umweltausschuss im Europaparlament diskutierte am Montag mit dem EU-Kommissions-Vizepräsidenten Frans Timmermans über die Klimaziele. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte Mitte September bereits die Ziele forciert und das Reduktionsziel gegenüber dem Basisjahr von 1990 auf 55 Prozent im Jahr 2030 erhöht. Das ist den Parlamentariern nicht genug. Sie wollen 60 Prozent, die nach ihrem Bericht wissenschaftlich erforderlich sind. Timmermanns hält von der Leyens Ziel hingegen für ausreichend, die Klimaneutralität im Jahr 2050 zu erreichen.
In der nächsten Woche stimmt das Plenum ab und der Ausschussvorsitzende Pascal Canfin von den französischen Liberalen erinnerte die Parlamentarier an das Ausschuss-Votum, Skepsis gibt es über das Kommissionsziel. Wären die 55 Prozent eine Nettomarke, wäre das ausgegebene Ziel weniger ambitioniert als es klinge. Die Kommission verrechne Senken für Kohlendioxid mit dem Ziel. Diese negativen Emissionen sind nach Timmermans allerdings notwendig, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und entsprechen internationalen Konventionen.
Lesestoff:
Ohne negative Emissionen verfehlt Europa die Klimaziele: https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/kongress-holzenergie.html
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