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EU streiten mit Philippinen

Handel

Philippinen benachteiligen europäische Spirituosen

Im asiatisch-pazifischen Raum sind die Philippinen mit etwa 47 Millionen Kisten zu jeweils neun Liter einer der größten Spirituosenverbraucher. Nur knapp eine Million Kisten stammen dabei aus dem Ausland.
Im November 2006 haben die Philippinen mit dem Republic Act No. 8240 eine niedrige Verbrauchssteuer für Spirituosen eingeführt, die aus heimischen Grundstoffen wie Nipa-, Kokos-, Buripalmen oder aus Zuckerrohrsaft und -sirup hergestellt werden. 2004 haben die Philippinen die Verbrauchssteuern für heimische Produkte um 30 Prozent gesenkt, die für ausländische Spirituosen um 50 Prozent angehoben. Vor allem für spanischen Brandy und schottischen Whiskey sind daraufhin die Importe stark zurückgegangen, was die EU bereits mehrfach bemängelte.

WTO-Konsultationsverfahren
„Wegen dieses seit langem schwelenden Problems haben Exporteure aus der EU faktisch keinen fairen Zugang zum philippinischen Markt, und deshalb sind die Einfuhren von europäischen Spirituosen drastisch zurückgegangen“, sagte EU-Handelskommissarin Catherine Ashton am Mittwoch. Seit 2005 hat die EU beobachtet, dass auf den Philippinen der Verkauf inländischer Spirituosen um acht Prozent zugenommen habe, das Volumen der EU-Exporte aber von 37 auf 18 Millionen euro gesunken ist. Zur Beilegung der Situation hat die EU jetzt das WTO-Konsultationsverfahren eingeleitet.

roRo

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