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EU will Bananenzölle wieder erhöhen

Handel

Bananenstreit lebt wieder auf

Bananen kommen überwiegend aus Lateinamerika. Die EU hat mit den südamerikanischen Ländern jahrzehntelang über Einfuhrzölle gestritten. Hohe Zölle sollen die heimischen Bananenproduzenten schützen. Auf den kanarischen Inseln, den Azoren und französischen Überseegebieten Guadeloupe und Madeira werden mehrere Zehntausend Tonnen Bananen auf dem Hoheitsgebiet der EU produziert. Erst 2009 hat sich die EU mit den lateinamerikanischen Ländern auf eine Zollabsenkung für Importbananen geeinigt. Doch der Friede ist brüchig.

Zölle schützen EU-Bananen

In dieser Woche hat der EU-Handelsausschuss sich mehrheitlich einer Empfehlung des Rates angeschlossen, die Importzölle für mittelamerikanische Bananen und aus Peru und Kolumbien zu erhöhen. Das Europaparlament muss dem noch zustimmen.
Der Beschluss folgt dem Safeguard Mechanismen, mit dem Länder fragile Eigenproduktionen schützen können, wenn eine bestimmte Importmenge überschritten wird, die eine Gefahr für die heimischen Betriebe darstellt. In Voraussicht auf Handelsabkommen mit Mittelamerika, Peru und Kolumbien und den damit verbundenen Zollsenkungen, will die EU ihre entlegensten Produktionsgebiete schützen, wenn bestimmte Handelsvolumen aus Drittstaaten auf den Markt kommen. Die EU könnte auch mit bestimmten Stabilitätsmechanismen in Kraft setzen, die Zollbegünstigung für bestimmte Bananen für die Dauer von drei Monaten auszusetzen.
Die Parlamentarier wollen die Drittstaaten-Bananen auch besonders überprüfen, inwieweit soziale und Umweltbedingungen eingehalten werden.
Ende November wird der Handelsausschuss über die Abkommen mit Peru und Kolumbien verhandeln, das EU-Parlament wird möglicherweise noch im Dezember über ein Abkommen mit Mittelamerika abstimmen.

roRo

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