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Eurasien blickt auf Afrika

Handel

Eurasien will Handel mit Afrika verstärken

Afrika gilt als zukunftsträchtiger Nachbarkontinent Europas. Auch China drängt nach Afrika zur Sicherung der Rohstoffquellen. Zwischen Europa und China liegt der Eurasische Raum mit 182 Millionen Einwohnern und mehr als 20 Quadratkilometer Landfläche. Damit umfassen Armenien, Kasachstan, Kirgisistan und die Russische Föderation rund 14 Prozent der gesamten Landfläche weltweit.

Im Oktober will die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) mit der Afrikanischen Union (AU) enger kooperieren. „Ein Abkommen mit der AU wäre ein Meilenstein für die EAWU“ zitiert Germany Trade & Invest (gtai) die zuständige Makroökonomin Tatjana Walowaja vom Dienstag.

Es geht um den Ausbau der gemeinsamen Infrastruktur und den Aufbau von Finanzierungsmodellen, um damit den Außenhandel zu fördern. Speziell geplant sind Kooperationen mit Ägypten, Algerien, Marokko, Nigeria und Tunesien.

Bislang ist der Warenhandel zwischen der EAWU und der AU noch recht einseitig. 94 Prozent des eurasischen Außenhandels läuft über Russland. Ägypten als weltweit größter Importeur von Weizen kauft derzeit zumeist russische Ware ein. Marokko bezieht überwiegend Erdölprodukte aus Russland. Umgekehrt liefern Ägypten und Marokko nennenswert Früchte, Nüsse und Textilien nach Russland.

roRo

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