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Europäischer Biomarkt attraktiv für US-Exporte

Handel

US-Bioexporte werden überwiegend bei Vollsortimentern gelistet

Die USA und Die EU sind die beiden Schwergewichte des internationalen Bio-Handels. Vor dem Hintergrund der digitalen BioFach hat das US-Landwirtschaftsministerium die Exportchancen nach Europa ausgelotet und für gut befunden. Beide Regionen setzen jeweils rund 55 Milliarden US-Dollar mit Bioprodukten um.

Grundlage ist das Abkommen zwischen der USA und der EU aus dem Jahr 2012, die gegenseitigen Biosiegel anzuerkennen. Frankreich und Deutschland sind die wichtigsten Adressen amerikanischer Bioware, von Süßkartoffeln, Frischeprodukten, Trockenfrüchten, aber auch neuen Artikel, die auf der digitalen BioFach vorgestellt wurden.

Die US-Produkte kommen meist bei den Vollsortimentern in die Regale. Beim Naturkostfachhandel ist die Nachfrage zögerlicher, nimmt aber in dem Maße zu, wie der Markt professionalisiert werde.

Bio-Exporte

Die USA haben 2019 mit dem Export von Bioprodukten 683 Millionen US-Dollar umgesetzt. Die bedeutendsten Märkte liegen mit Kanada und Mexiko in direkter Nachbarschaft. Auch Japan und Südkorea liegen im Fokus. Die pandemiebedingte hohe Nachfrage nach Bioprodukten in Deutschland kam auch den Amerikanern zugute. Mit etwa 12 Millionen US-Dollar konnten die Amerikaner 2020 etwas mehr als im Vorjahr über den Atlantik versenden, aber das Rekordjahr 2018 mit knapp 20 Millionen US-Dollar wird weit verfehlt. In den ersten elf Monaten waren amerikanischer Essig, Konsumäpfel, Beeren, Kaffee, Zitronen, Birnen, Erdbeeren und Tomatensauce die Exportgewinner. Essig konnte seinen Exportwert auf 4,5 Millionen US-Dollar mehr als verdoppeln, der Umsatz bei Bioäpfeln lag mit 1,3 Millionen US-Dollar dreifach über dem Vorjahreswert.

Der wichtigste Markt ist der des Vereinigten Königreiches, wo etwa 62 Prozent der Waren hingingen. Mit dem Brexit hoffen die Amerikaner auf ein stärkeres Wachstum. Deutschland gehört neben den Niederlanden, Belgien und Polen zu den vier wichtigsten Importmärkten in der EU.

Roland Krieg

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