Familienstreit in Nordamerika
Handel
Handelsstreitigkeiten zwischen US, Mex und Ca
Das ehemalige Nafta-Abkommen wurde neu verhandelt und bekam die Bezeichnung USMCA. Damit haben die drei Staaten USA, Mexiko und Kanada ihr Freihandelsabkommen auf neue Füße gestellt.
Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile sind die wichtigsten Handelsprodukte der drei Staaten untereinander. Mexiko argwöhnt schon, dass die US-Amerikaner die Menge an regional hergestellten Teilen für den Erwerb der Zollfreiheit heraufsetzen wollen. Der im Freihandelsabkommen festgelegte Schiedsmechanismus schlug allerdings fehl. Bislang saß Kanada als Beobachter beim Streitverfahren. Jetzt aber wollen die Kanadier ihren südlichsten Handelspartnern im Kampf gegen die USA beistehen. Das Amerikanische Transportjournal bezieht sich auf Nachrichtenmeldungen, die über die US-Pläne berichten. Anfang Januar soll ein Panel über ein neues Schiedsverfahren eingerichtet werden. Sollte in Falle eines Schiedsspruches die USA dem USMCA-Vertrag zuwiderhandelt, müsste Präsident Joe Biden neu verhandeln oder Mexiko und Kanada bekommen das Recht auf Strafzölle.
Die Kanadier sind mit den US-Amerikanern schon in den Clinch gelangt, seit Washington zusätzliche Zölle auf kanadisches Holz erreichtet hat und Biden für kanadischen Elektronikteile senken will, wenn für deren Herstellung Firmen mit Gewerkschaften eingesetzt werden. Die USA haben den kanadischen Vorstoß zurückgewiesen, zusätzliche Steuern für amerikanische Tech-Reisen zu erhöhen.