Menü

FAO-Nahrungsmittelindex

Handel

Weltweit tragen steigende Milchpreise den Nahrungsindex

FAO Nahrungsmittelindex März 2019

Mit einem deutlichen Anstieg der weltweiten Milchpreise steigt auch der monatliche FAO-Nahrungsmittelindex um 1,7 Prozent. Der Anstieg im Molkereisektor geht über alle Segmente. Voran die Preise für Magermilchpulver, gefolgt von Vollmilchpulver, dann Käse und Butter. Verantwortlich sind steigende Importe in Ozeanien.

Dort steigt auch der Eigenkonsum von Palmöl. Zusammen mit der Nachfrage nach Soja- und Sonnenblumenöl klettern auch die Preise für Ölsaaten nach oben.

Bei den Zuckerpreisen gibt es maximal eine Seitwärtsbewegung. Den Rückgang in der brasilianischen Produktion kann alleine Indien mit einem Produktionsplus von fünf Prozent ausgleichen.

Ende der letzten Woche hat die FAO die neuesten Ernteschätzungen für alle Getreidearten erneuert. Mit 2,609 Milliarden Tonnen inklusive gemahlenem Reis und Mais liegt die Ernteschätzung 2,8 Millionen Tonnen unter dem Februarwert. Gründe liegen in der niedrigeren Schätzung für US-Mais und steigendem Konsum. Reis erreicht mit 515 Millionen Tonnen ein neues Allzeithoch bei der Ernte.

Winterweizen startet auf der Nordhalbkugel bei den aktuellen Temperaturen gerade erst mit dem Frühjahrswachstum. 757 Millionen Tonnen Weizen lägen vier Prozent über der Vorjahresschätzung, aber unter dem Rekordwert von 2017. Grokörniges Getreide wie Sorghum wird auf der Südhalbkugel in den nächsten Monaten geerntet. Auf der Nordhalbkugel beginnt die Frühjahrsbestellung mit den Sommergetreiden.

Auf der Konsumseite macht sich das Minus in der US-amerikanischen Maisverfütterung bemerkbar. Die FAO senkt den Konsum aller Getreidearten auf 2,652 Milliarden Tonnen.

Die Lagerbestände liegen bei 766 Millionen Tonnen. Der Quotient zwischen Lagerbestand und Konsum fällt demnach von 30 auf 28 Prozent. Das ist nach Aussage der FAO noch ein ausreichend hoher Quotient. Ausgelagert wurden vor allem Weizen und Mais. Die Lagerbestände bei Reis sollen einen neuen Höchststand erreichen.

Der Weizenhandel beruhigt sich und geht sogar zurück. Asien und Südamerika haben sich in der jüngeren Vergangenheit günstig eingedeckt. Für das Erntejahr 2018/2019 soll die gehandelte Menge aller Getreidearten um zwei Millionen auf 413 Millionen Tonnen sinken.

Roland Krieg; Grafik: FAO

Zurück