Feinkostmarkt 2009

Handel

Preisschlachten mindern den Umsatz

Das Marktforschungsinstitut IRI fasst den Feinkostmarkt des Jahres 2009 zusammen. Demnach sind die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent angestiegen. Von diesem Wachstum profitieren vor allem die Vollsortimenter. Der traditionelle Lebensmitteleinzelhandel legt mit einem Plus von 5,4 bei Geschäften zwischen 200 und 700 Quadratmeter und 4,8 Prozent bei mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche zu. Herddiscounter müssen ein Minus von 1,1 Prozent hinnehmen.

Marktsegmente unterschiedlich
Je nach Warengruppen zeichnet sich jedoch ein differenziertes Bild ab. Discounter konnten vor allem bei Ketchup punkten. Sie konnten sechs Prozent mehr verkaufen. Beim Verkauf von Speiseölen allerdings liegen die Zahlen rund 25 Millionen Euro unter Vorjahresniveau. Die Verluste liegen nach Analyse von IRI vor allem an den Preisnachlässen bei Speiseöl.
Preisnachlässe haben auch das schlechte Abschneiden von Handelsmarken verursacht. Trotz intensiver Bewerbung. Insgesamt hat der Food-Bereich, inklusive Babynahrung und Getränke um 0,7 Prozent verloren. Molkereiprodukte, sowohl die gelbe als auch die weiße Linie, verzeichnete sogar ein Minus von 3,1 Prozent.
Auch bei den Soßen und Würzen aus dem Feinkostmarkt zeigt sich, dass Handelsmarken in 2009 deutlich Marktanteile verloren haben. Die Entwicklung der Preisniveaus ist jedoch unterschiedlich: Während bei Senf die Mengenpreise unter Vorjahr liegen zeigen sie bei Ketchup und Grillsoßen eine deutlich steigende Tendenz.

roRo

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