Menü

Gegen illegalen Fischfang

Handel

Neue Internetseite gegen illegalen Fischfang

Die Überfischung der Meere ist seit Jahren ein brennendes Thema. Dabei sind aber nicht nur die offiziellen Hochseeflotten gemeint, die mit modernster Technik zum Teil mehr fischen als Nachwuchs wieder heranwächst. Der Schaden durch den illegalen Fischfang wird weltweit auf vier bis neun Milliarden US-Dollar geschätzt.

DFID gegen IUU
Im Mai 2006 meinte Tim Bostock vom britischen Department for International Developement (DFID), dass hinter der Schadenssumme von 9 Milliarden US-Dollar noch ein höherer Betrag verborgen ist. Einige der ärmsten Länder wie Guinea, Sierra Leone und Liberia beziffern ihren Fischfangverlust schon auf 140 Millionen Dollar.
Der illegale Fischfang IUU (illegal, unreported, unregulated) wurde 1997 richtig populär, als die Kommission für die Erhaltung der anarktischen Lebensressourcen (CCAMLR) bei der Food and Agriculture Organisation (FAO) vorstellig wurde und die Piraterie beim Schwarzen Seehecht (Dissostichus eleginoides) beklagte. Daraufhin wurde bei der FAO ein Code of Conduct erstellt, der eine verantwortungsvolle Fischerei fördern soll.
Unter IUU werden heute die Fangmethoden mit illegaler Ausrüstung, fangen von Jungfischen, das Umgehen von saisonalen Fangverboten, Fischwilderei durch fremde Fangflotten, falsche Angaben über den Fang und Handel mit verbotenem Fisch zusammen gefasst.
Eine durchaus aufwändige Methode der Überwachung könnte die Trawlerkontrolle mit GPS-Systemen sein, die seit 1988 in Portugal entwickelt wird.
Nachdem die EU ihrerseits einen Aktionsplan aufgesetzt hat, den illegalen Fischfang zu unterbinden, hat Großbritannien im Mai nun auch einen nationalen Aktionsplan aufgestellt.
Ganz neu ist jetzt, das aktuelle Studien zum IUU und Nachrichten aus einzelnen Ländern sowie der Diskussion, ob ein Verbraucherlabel die Piraterie unterbinden könnte bis hin zu internationalen Möglichkeiten, das Umflaggen ganzer Flotten auf Länder mit bequemeren Rechtsgrundlagen zu verhindern, jetzt eine eigene Internetseite bekommen haben: www.illegal-fishing.info
Zu den Autoren gehören neben dem WWF Norwegen auch Dr. David Agnew von der britischen Marine Resource Asessment Group oder Mamy Andriantsoa, Direktor für Fischerei des Landwirtschaftsministeriums in Madagaskar.

roRo

Zurück