Menü

Globaler Maismarkt

Handel

USGC-Übersicht zum Maismarkt

Die Dürre in den USA und vertrocknete Maisfelder beherrschen die Schlagzeilen. Mais wird aber auch in anderen Ländern produziert und das U.S. Grains Council (USGC) hat einen Überblick über den Weltmaismarkt zusammen gestellt. Verbunden mit den fehlenden Erntemengen in den USA und steigenden Preisen, blicken die Maisbauern anderer Länder auf gute Absatzmöglichkeiten.

Argentinien ist der zweitgrößte Maisexporteur der Welt. Mit einer frühen Aussaat bei ausreichend Niederschlag hoffen die argentinischen Maisbauern auf Vorteile durch die amerikanische Dürre. Im laufenden Vermarktungsjahr der Südhalbkugel wird der argentinische Exportmais wohl 13,5 Millionen Tonnen umfassen. Händler erwarten jedoch neue Exportlizenzen um weitere 1,5 bis 2 Millionen Tonnen.

Der Maisexport wird die Mengen der letzten Jahre übersteigen. Rund die Hälfte geht traditionell nach Kolumbien, Südkorea, Malaysia und Peru. China wird wegen eigener guter Ernte in diesem Jahr weniger Mais auf dem Weltmarkt einkaufen - aber wenn, dann eher auf die preiswertere argentinische Ware zurückgreifen. China selbst wird knapp 200 Millionen Tonnen Mais einfahren und hat zuletzt fünf Millionen Tonnen Mais aus den USA zugekauft.

In der Schwarzmeerregion halten sich Verlust und Gewinn in etwa die Waage. Wegen Trockenheit und hoher Temperaturen wird Russland zwischen vier und acht Millionen Tonnen weniger Weizen exportieren, die Ukraine hingegen wird ihre Exportmenge um zwei bis sechs Millionen Tonnen erhöhen können. Ukrainischer Exportmais wird um 1,5 Millionen Tonnen auf rund 13 Millionen Tonnen nach unten korrigiert.

Was davon wirklich auf dem Weltmarkt ankommt ist noch offen, denn Analysten fürchten, dass beide Länder wie vor zwei Jahren gegen Ende 2012 einen Exportstopp verhängen könnten. Daran würde auch der WTO-Beitritt Russlands nichts ändern. Cary Sifferath aus dem tunesischen USGC-Büro fürchtet dann einen Bruch in den Geschäftsbeziehungen: „Wenn einmal die Tür zugeschlagen wurde, ist es schwer, Vertrauen zurück zugewinnen.“

Brasilien wird mit 14 Millionen Tonnen Mais in etwa die gleiche Menge wie im letzten Jahr auf dem Weltmarkt unterbringen. Südafrika hat sine Ernte leicht auf 10,8 Millionen Tonnen nach untern korrigiert. Das Land hat bislang 290.000 Tonnen Mais nach Mexiko verkauft. Obwohl auch Indien seine Ernteerwartungen nach unten korrigiert, wird der Subkontinent wohl auch in diesem Jahr die Welt mit Weizen, Baumwolle, Reis und Sojamehl versorgen.

roRo

Zurück